Dienstag, 1. November 2011
So, da wir wie gesagt das Wochenende mal in Tai´an verbracht haben hier die Infos etwas zeitnaher, auch wenn es immer noch ein bisschen Zeit in Anspruch genommen hat, den Eintrag hier fertig zu stellen ;-)

Am Donnerstag der letzten Woche stand zunächst mal der Tanzabend auf dem Programm. Nachdem einige Tutoren von uns ohnehin mit einem überdurchschnittlichen Talent fürs Tanzen ausgestattet sind (…), und wir ja auch eine Trainingseinheit mit Hr. Haederle hatten, waren wir also bereit, den Studenten das Tanzen beizubringen (da musste ich jetzt sogar beim Schreiben ein bisschen Lachen ;-))
Wir mussten allerdings nur mal einzelne Schritte vormachen oder mit den Studenten tanzen, den eigentlichen Tanzlehrer machte Hr. Haederle, von daher ging es dann doch ganz gut. Mit dem Tanzen waren wir aber auch ausgelastet genug, irgendwie wollten die Studentinnen/Studenten doch mal ganz gerne mit ihren Tutoren/innen tanzen. Bei einem deutlichen Überschuss an weiblichen Studentinnen (welche Überraschung...) bedeutete das nur sehr wenige Pausen für Artur und mich. Besonders bei dem geringen Größenunterschied zwischen meinen Studentinnen und mir sah das beim Tanzen doch so manches Mal „besonders“ aus ;-)
Hier der Beweis:


Stilecht mit Anzug warten wir noch auf die Studenten...


...um erst einmal den Hinweisen von Hr. Haederle zuzuhören...


...dann wurden die Grundschritte in der großen Gruppe geübt...




... um anschließend jeweils zu zweit zu üben.

Ach ja, den Größenunterschied den ich angesprochen habe möchte ich euch natürlich nicht verschweigen:


Dialog in der Tanzstunde:
Tutor: "Kommst du bis an meine Schulter?"
Studentin: "Ja, nur ein bisschen strecken" ;-))


Samstag waren Anne, Sonja und ich dann noch ein bisschen in Tai´an spazieren, Viktoria war in der Zeit mit einigen Studentinnen einkaufen und Artur war fleißig uns schrieb an seiner Bachelor-Thesis. Wir drei gingen wie gesagt mal ein wenig Tai´an erkunden. Dabei verließen wir uns auf die Tipps von Anna (der Tutorin, die uns vor einigen Wochen besucht hatte) und liefen einfach am Fluss entlang. Und wir sollten nicht enttäuscht werden, wir kamen an einem schönen Platz mit großen Säulen und einer herrlichen Landschaft an. Auch ein Park war vorhanden, sodass wir uns doch ganz gut erholen konnten und einfach mal nichts gemacht haben. Auch hier mal ein paar Bilder:







Einfach schön, oder?!

Abends waren wir dann mit Hr. Qiu in der Disko hier in Tai´an feiern. Von uns Tutoren blieben allerdings nur Anne und ich übrig, da die anderen am nächsten Tag früh aufstehen mussten (für Artur und Viktoria ging es nach Qufu) oder sich einfach mal erholen wollten. So ging es also zu dritt in die Disko. Fazit des Abends:
• Hr. Qiu heißt seitdem für uns Ruolong, feiern hilft halt doch dabei, sich mit jemandem auf das "Du" zu einigen ;-)
• Chinesische Diskos sind ganz interessant, mitten in der Nacht wird die Tanzfläche einfach mal für eine Stunde „gesperrt“, damit ein Alleinunterhalter sein Programm abspielen kann (unter anderem musste/durfte er große Gläser Schnaps exen, die ihm die Gäste bezahlt haben und als Geschenk auf die Bühne brachten)
• Außerdem gab es noch eine Versteigerung von Plüschtieren und ähnlichem, die der Disko recht nette Margen eingebracht haben dürften (unsere Schätzung: auf dem Nachtmarkt für 20 Yuen eingekauft, nachts in der Disko für 1300 Yuen verkauft…)

Den Sonntag haben einige Tutoren von uns dann zur Erholung genutzt, frage mich gerade nur, welche Tutoren wohl Erholung brauchten??? Einige waren aber auch fleißig, so sind Viktoria und Artur mit einigen Studenten nach Qufu gefahren, der Geburts- und Todesstätte von Konfuzius. Wir anderen drei sind wie gesagt in Tai´an geblieben und haben mittags mal wieder selber gekocht. Es gab Bratkartoffeln, Pilze mit Schmorzwiebeln und Auberginen. Die Auberginen haben wir, wie es sich für China gehört, sehr gesund zubereitet. Mit ein bisschen Öl angebraten und dann mit ein bisschen Zucker karamelisieren lassen (ein bisschen ist ja ein sehr dehnbarer Begriff, vielleicht war es auch ein bisschen mehr Zucker und ein bisschen mehr Öl, ich war da recht großzügig, es schmeckte aber ganz gut…).

Im Anschluss waren wir dann noch in der Wohnung, wir haben den Fernseher zum Laufen gekriegt und tatsächlich das erste Mal hier in China Fernsehen geschaut. Es lief Peter Pan auf Englisch (nicht der Comic, sondern der Film), ihr seht also, das Programm war eher zweitrangig. Auf dem Weg zum Abendessen waren wir dann wieder eine kleine Runde spazieren, um ein wenig den Appetit anzuregen, den wir in einem kleinen Burgerrestaurant hier stillten (allerdings nicht mit Burgern, die gibt es nämlich am Wochenende nicht in dem Burgerladen, und das ist kein Scherz!!!).
Abends gab es dann einen Filmabend, Hang Over 2 auf Englisch, mit englischem Untertitel. Den Film hatten wir uns ganz legal aus dem Internet „besorgt“, hier in China kein Problem. Man bekommt so ziemlich alle Filme, die man möchte, auch auf Englisch. Gelobt sei der Kopierschutz, oder eben dann der nicht exisiterende Kopierschutz ;-) Das werden wir dann diese Woche auf jeden Fall noch mal wiederholen, die Auswahl an Filmen ist wie gesagt groß genug, jetzt müssen wir uns nur noch entscheiden.

Zum Abschluss mal wieder was aus dem Tutorium, oder zumindest aus dem Tutoriumsraum ;-)


Partnerlook Studentin Angelika und Tutorin Anne, schicke Kombination und passende Farbauswahl, auch modisch sind wir hier in China also immer voll im Trend.

Das war es sonst auch schon wieder mit den Neuigkeiten aus dem fernen Osten, ich wünsche euch allen noch einen schönen Feiertag, wir müssen heute ja Arbeiten, bis bald.