alex_w am 26. Januar 12
Getreu dem Motto „besser spät als nie“ ist jetzt auch mein persönliches Fazit des Chinaaufenthaltes fertig. Mein Anspruch war es zwar eigentlich, den Blog im Jahr 2011 abzuschließen, aber irgendwie hat das aus verschiedensten Gründen nicht funktioniert. Aber aufgrund der Tatsache, dass mehr Leute den Blog gelesen haben, als ich zunächst erwartet hatte, war ich doch noch motiviert, mein Werk zu vollenden ;-)
Und wie es sich für ein Fazit gehört, kommt hier die wichtigste Information vorne weg:
WAR DAS EINE SUPER ZEIT!!!
Das war auch der Satz, den ich in meinen zahlreichen Erzählungen in den letzen vier Wochen immer zuerst benutzt habe. Die Erfahrungen und Erlebnisse, die wir in den vier Monaten sammeln durften, waren so vielfältig, dass sie uns sicherlich noch ganz lange begleiten werden und uns für unser Leben geprägt haben (klingt zwar echt pathetisch, meine ich aber ganz ernst ;-)).
Aufgrund dieser Vielzahl an Eindrücken konnte ich auch die oft gestellte Frage „Wie sind die Chinesen denn so?“ nicht wirklich schlüssig oder eindeutig beantworten. Genau wie in Deutschland ist auch in China jeder Mensch anders, man kann kein pauschales Urteil über alle Chinesen fällen. So haben auch wir ganz verschiedene Erfahrungen gemacht. Diese waren zu einem ganz großen Teil absolut positiv. Insbesondere die Bewohner unserer Stadt Tai´an durften wir als unglaublich offen, freundlich und neugierig kennen lernen. Aufgrund der Tatsache, dass es in der Stadt mit Ausnahme von uns kaum „westliche“ Menschen gab, waren wir eigentlich egal wo wir hingegangen sind immer etwas besonderes und die Menschen sind uns gegenüber auch offen und jederzeit hilfsbereit gewesen. Insbesondere in der Anfangszeit, in der wir noch kein Wort Chinesisch gesprochen haben, hat das zu lustigen Situationen auf dem Markt oder im Laden geführt, die aber eigentlich alle mit Erfolg gelöst werden konnten.
Durch den Aufenthalt in dieser für uns komplett fremden Kultur habe auch ich mich persönlich weiterentwickelt. So ist es mir heute sicherlich besser möglich, Dinge auch mal aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten, als noch vor diesen vier Monaten. Man wird einfach sehr viel offener, und versucht auch mal den anderen zu verstehen, genauso, wie wir in China mehr und mehr gelernt haben, die Dinge aus der „chinesischen“ Perspektive zu betrachten. Der Aufenthalt halt uns also in die Lage versetzt, sich auch mal vom gewohnten Denken zu lösen und „neu“ zu denken:
Auch weiß ich jetzt viele Dinge in Deutschland sehr viel besser zu schätzen, die man sonst immer als selbstverständlich hingenommen hat. Das es für den gesamten Campus nur ein Duschhaus gab und dieses Duschhaus dann auch nur dienstags, donnerstags und samstags geöffnet hat, war für uns zunächst unglaublich. Für die chinesischen Studenten war es normal. An diesem einfachen Beispiel wurde uns doch recht schnell deutlich, wie extrem gut wir es doch in Deutschland haben und dass wir doch auf einem recht hohen Niveau „jammern“. Damit will ich nicht sagen, dass es in Deutschland alles perfekt ist und man die chinesischen Umstände alle als Vorbild nehmen sollte (auch ich möchte mich gerne weiterhin täglich duschen können ;-)), aber wir sollten uns bei mancher Diskussion doch immer vor Augen führen, über was man sich da eigentlich beschwert…
Ein wesentlicher Faktor, der dazu beigetragen hat, dass ich so positiv an die Zeit in China zurück denken werde, ist sicherlich die tolle Gruppe, mit der ich diese Zeit erleben durfte. Bedenkt man, dass wir fünf Tutoren uns beim 2-tägigen Vorbereitungsworkshop im Juli in Essen das erste Mal gesehen haben und dann anschließend vier Monate zusammen gelebt und gearbeitet haben, praktisch also 24 Stunden am Tag zusammen waren, so muss man nüchtern sagen, dass wir schon ein riesiges Glück hatten. Ich denke, dass wir uns untereinander echt gut ergänzt haben, auch wenn es natürlich in den vier Monaten auch mal die ein oder andere Diskussion gab ;-) Also danke an dieser Stelle!!!
Abschließen kann ich den Blog dann nur noch mit einer Aufforderung an alle, die mit dem Gedanken eines Auslandsaufenthaltes spielen: Macht es!!!
Egal ob in Europa, oder weiter weg. Jeder Aufenthalt in einem anderen Land entwickelt die Persönlichkeit weiter, in einer gänzlich fremden Kultur wahrscheinlich noch mehr als in einem europäischen Land. Und je offener man durchs Leben läuft, besser ;-)
Wie oben schon angedeutet haben den Blog hier mehr Menschen gelesen, als ich zunächst erwartet hatte. Deshalb auch noch ein großes Dankeschön an alle, die sich so für unsere Erlebnisse in China interessiert haben, das hat meine Motivation zum regelmäßigen (abgesehen von diesem letzten Eintrag) und ausführlichen Schreiben doch hoch gehalten, dass in Summe fast 120 DIN A4 Seiten zusammen gekommen sind. Und um diese Erinnerung nicht verloren gehen zu lassen, werde ich (oder vielmehr mein Vater, der Drucker ;-)) daraus eine gebundene Ausgabe erstellen, damit ich auch etwas festes habe, das mich an die eigentlich auch so schon unvergessliche Zeit in China erinnern wird.
Und diesmal sage ich nicht bis bald, sondern wir sehen uns dann im richtigen Leben, das war mein letzter Blogeintrag,
Euer Alex Wissing
Und wie es sich für ein Fazit gehört, kommt hier die wichtigste Information vorne weg:
WAR DAS EINE SUPER ZEIT!!!
Das war auch der Satz, den ich in meinen zahlreichen Erzählungen in den letzen vier Wochen immer zuerst benutzt habe. Die Erfahrungen und Erlebnisse, die wir in den vier Monaten sammeln durften, waren so vielfältig, dass sie uns sicherlich noch ganz lange begleiten werden und uns für unser Leben geprägt haben (klingt zwar echt pathetisch, meine ich aber ganz ernst ;-)).
Aufgrund dieser Vielzahl an Eindrücken konnte ich auch die oft gestellte Frage „Wie sind die Chinesen denn so?“ nicht wirklich schlüssig oder eindeutig beantworten. Genau wie in Deutschland ist auch in China jeder Mensch anders, man kann kein pauschales Urteil über alle Chinesen fällen. So haben auch wir ganz verschiedene Erfahrungen gemacht. Diese waren zu einem ganz großen Teil absolut positiv. Insbesondere die Bewohner unserer Stadt Tai´an durften wir als unglaublich offen, freundlich und neugierig kennen lernen. Aufgrund der Tatsache, dass es in der Stadt mit Ausnahme von uns kaum „westliche“ Menschen gab, waren wir eigentlich egal wo wir hingegangen sind immer etwas besonderes und die Menschen sind uns gegenüber auch offen und jederzeit hilfsbereit gewesen. Insbesondere in der Anfangszeit, in der wir noch kein Wort Chinesisch gesprochen haben, hat das zu lustigen Situationen auf dem Markt oder im Laden geführt, die aber eigentlich alle mit Erfolg gelöst werden konnten.
Durch den Aufenthalt in dieser für uns komplett fremden Kultur habe auch ich mich persönlich weiterentwickelt. So ist es mir heute sicherlich besser möglich, Dinge auch mal aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten, als noch vor diesen vier Monaten. Man wird einfach sehr viel offener, und versucht auch mal den anderen zu verstehen, genauso, wie wir in China mehr und mehr gelernt haben, die Dinge aus der „chinesischen“ Perspektive zu betrachten. Der Aufenthalt halt uns also in die Lage versetzt, sich auch mal vom gewohnten Denken zu lösen und „neu“ zu denken:
Auch weiß ich jetzt viele Dinge in Deutschland sehr viel besser zu schätzen, die man sonst immer als selbstverständlich hingenommen hat. Das es für den gesamten Campus nur ein Duschhaus gab und dieses Duschhaus dann auch nur dienstags, donnerstags und samstags geöffnet hat, war für uns zunächst unglaublich. Für die chinesischen Studenten war es normal. An diesem einfachen Beispiel wurde uns doch recht schnell deutlich, wie extrem gut wir es doch in Deutschland haben und dass wir doch auf einem recht hohen Niveau „jammern“. Damit will ich nicht sagen, dass es in Deutschland alles perfekt ist und man die chinesischen Umstände alle als Vorbild nehmen sollte (auch ich möchte mich gerne weiterhin täglich duschen können ;-)), aber wir sollten uns bei mancher Diskussion doch immer vor Augen führen, über was man sich da eigentlich beschwert…
Ein wesentlicher Faktor, der dazu beigetragen hat, dass ich so positiv an die Zeit in China zurück denken werde, ist sicherlich die tolle Gruppe, mit der ich diese Zeit erleben durfte. Bedenkt man, dass wir fünf Tutoren uns beim 2-tägigen Vorbereitungsworkshop im Juli in Essen das erste Mal gesehen haben und dann anschließend vier Monate zusammen gelebt und gearbeitet haben, praktisch also 24 Stunden am Tag zusammen waren, so muss man nüchtern sagen, dass wir schon ein riesiges Glück hatten. Ich denke, dass wir uns untereinander echt gut ergänzt haben, auch wenn es natürlich in den vier Monaten auch mal die ein oder andere Diskussion gab ;-) Also danke an dieser Stelle!!!
Abschließen kann ich den Blog dann nur noch mit einer Aufforderung an alle, die mit dem Gedanken eines Auslandsaufenthaltes spielen: Macht es!!!
Egal ob in Europa, oder weiter weg. Jeder Aufenthalt in einem anderen Land entwickelt die Persönlichkeit weiter, in einer gänzlich fremden Kultur wahrscheinlich noch mehr als in einem europäischen Land. Und je offener man durchs Leben läuft, besser ;-)
Wie oben schon angedeutet haben den Blog hier mehr Menschen gelesen, als ich zunächst erwartet hatte. Deshalb auch noch ein großes Dankeschön an alle, die sich so für unsere Erlebnisse in China interessiert haben, das hat meine Motivation zum regelmäßigen (abgesehen von diesem letzten Eintrag) und ausführlichen Schreiben doch hoch gehalten, dass in Summe fast 120 DIN A4 Seiten zusammen gekommen sind. Und um diese Erinnerung nicht verloren gehen zu lassen, werde ich (oder vielmehr mein Vater, der Drucker ;-)) daraus eine gebundene Ausgabe erstellen, damit ich auch etwas festes habe, das mich an die eigentlich auch so schon unvergessliche Zeit in China erinnern wird.
Und diesmal sage ich nicht bis bald, sondern wir sehen uns dann im richtigen Leben, das war mein letzter Blogeintrag,
Euer Alex Wissing
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