alex_w am 18. September 11
So das dritte Wochenende unserer Zeit hier in China (Wahnsinn, wie schnell das ging…) haben wir in Tai´an verbracht und sind mal nicht verreist, das bedeutet aber nicht, dass es langweilig wurde, ganz im Gegenteil, es standen drei „Highlights“ an. Aber am besten mal einfach der Reihe nach:
Am Freitagabend sind wir mit drei Tutoren(innen) (ich glaube, ich schreibe immer nur die männliche Form, ist aber keine böse Absicht, und bislang ja auch niemanden aufgefallen, gemeint sind aber natürlich auch immer unsere Damen, aus Zeitgründen bleibe ich dennoch einfach mal bei „Tutoren“ ;-)) und einigen Studenten zum KTV gegangen. Dabei handelt es sich um Karaoke, für die jüngeren unter uns: Ist wie Singstar auf der Playstation!!!
Da die Chinesen so etwas wie Diskos oder ähnlichem eigentlich nicht kennen, ist die Karaoke-Bar für sie der Ort, an dem man abends hingehen kann. Allerdings ist es nicht wie bei uns eine Bühne, auf der einer alleine für die gesamte Bar singt. Hier gibt es viele verschiedene, kleine Räume, in die man jeweils mit seiner Gruppe rein geht. In jeden Raum können so 10-15 Personen, man ist also eher unter sich. Getränke gibt es natürlich auch, schaut mal:
(leben halt gesund, die Chinesen...)
So angeheizt konnte ja nichts mehr schief gehen ;-)
Wir haben also unsere Gesangskünste unter Beweis gestellt und bei den Chinesen merkte man, dass sie das seit ihrer Kindheit schon des Öfteren gemacht haben, bei Ihnen gab es niemanden, der wirklich gar nicht singen konnte, bei uns schon. Und dreimal dürft ihr raten wer das war…
Während sich unsere beiden Damen sehr beachtlich geschlagen haben, und Anne die Chinesen sogar zum Schweigen gebracht hat, als sie ein Liebeslied schöner ins Mikro hauchte „als der Sänger selber“ (Zitat eines Studenten), konnte ich da nicht mithalten. Meine Gesangskünste waren schnell an ihre Grenzen gelangt, trotzdem hatten alle Spaß und höflich, wie sie nunmal sind die Chinesen, behaupteten sie sogar hier, es sei doch gut gewesen. Na ja, dem war nicht wirklich so ;-)
Die Musikvideos der englischen Liedtexte waren übrigens nicht die Originale, alle Videos sahen irgendwie ähnlich aus, und es kamen immer Frauen vor, die durchaus in einem sehr alten, horizontalen Gewerbe hätten arbeiten können. Wir haben unseren Studenten dann aber gesagt, dass in Deutschland nicht alle Videos so aussehen würden, schade nur, dass das einzige Original (Shakira) dann auch wieder in eine ähnlich Richtung ging ;-)
Fazit des Abends:
- wenn es mit Anne´s Informatikerkarriere nichts mehr wird, dann wird sie einfach Sängerin
- ich bleibe bei der Bank!!!
- die Chinesen können auch ohne Alkohol viel Scheu ablegen, man muss ihnen nur ein Mikro geben
- chinesische Lieder sind alle über enttäuschte Liebe, die Chinesen stehen einfach auf diesen „Herz-Schmerz“
Hier noch mal Bilder von uns in Aktion:

es hat einen Grund, warum ich so konzentriert...
und die Mädels eher amüsiert gucken ;-)

eine der Studentinnen in Aktion
Am Samstagmorgen ging es dann weiter im Programm. Die Abschlussfeier der Bachelor-Absolventen stand an. Diese haben wir zwar nicht mehr unterrichtet, es war aber trotzdem eine sehr schöne und elegante Feier. Auch wir hatten uns schick gemacht und unsere Anzüge angezogen. Neben diversen Reden gab es auch Ehrungen, aber seht einfach selbst:

Schick machen geht also hier auch, sogar mit einheitlichen Tüchern bzw. Krawatten

auch hier kam der Spaß nicht zu kurz (diese "Victory-Zeichen" machen die Chinesen irgendwie auf jedem Foto, und wir haben das schon übernommen...)
Festlicher Anlass bedeutet eben auch hohen Besuch, die Rektoren der beiden Hochschulen hielten jeweils eine kleine Ansprache
Auch die Gratulationen liefen hier ganz geordnet ab...
...zuerst in Reih und Glied aufstellen zur Gratulation
...dann umdrehen zum Foto
Das modische Highlight des Tages möchte ich euch ebenfalls nicht vorenthalten, das Gesicht habe ich mal aus Diskretionsgründen weggelassen, ich kann euch aber versichern, dass es sich um einen männlichen Studenten handelt ;-)
Auf das große Abschlussfoto durften wir auch noch mit drauf, und zwar standen wir direkt hinter den Rektoren der Hochschulen, und somit fallen wir auch mal schön direkt auf, das Bild wird dann nachgeliefert, sobald ich einen Abzug davon bekommen habe.
Am Nachmittag überlegten wir uns dann die Pläne für den Rest des Wochenendes. Da der Wetterbericht zumindest auf trockenes Wetter hoffen ließ, und wir in der ersten drei Wochen noch nicht auf den Tai´Shan, den heiligen Berg hier in unserer Stadt und ein riesiger, inner-chinesischer Touristenmagnet, gestiegen waren, wollten wir das gerne in Angriff nehmen. Wie es sich gehört, wollten wir dann natürlich auch den Sonnenaufgang oben genießen, bei geschätzten vier Stunden Aufstiegszeit für die weit über 6.000 Stufen hieß das also mitten in der Nacht (nämlich um Mitternacht ;-)) loszulaufen. Unsere beiden Hamburger wollten lieber feiern gehen und hatten sich daher schon auf dem Weg nach Jinan gemacht.
Wir anderen drei gingen dann also (um fast genau zwölf Uhr ;-)) los und nachdem wir den, leicht versteckten, Eingang zum Aufstieg gefunden hatten ging es los. Es war ein doch sehr beschwerlicher Weg (der uns auch noch 127 Yuen (12,70 EUR) Eintritt gekostet hat, weil wir unseren Studentenausweis nicht dabei hatten, sonst wären es 62 gewesen, aber auch das fanden wir für chinesische Verhältnisse schon extrem teuer…).
hier noch alle guter Laune und voller Tatendrang zu Beginn des Aufstieges
Die vielen Stufen waren der Wahnsinn, und je weiter nach oben wir kamen, desto kälter wurde es. Zum Glück hatte uns der Reiseführer von Sonja entsprechend gewarnt und wir hatten uns im „Zwiebel-Look“ angezogen. Auf dem Weg nach oben wurden dann die Schichten aus dem Rucksack angezogen (nachher hatte ich zwei Mal Funktionsunterwäsche, einen Rolli, einen Pullover und meine Fleecejacke an). Dennoch mussten wir uns ganz oben auf dem Berg noch einen, nenne wir es mal russischen Zarenmantel leihen, der Wind war einfach zu extrem. Hier mal Impressionen vom Aufstieg (bzw. Abstieg, da war das Licht zum Fotografieren dann doch besser ;-) und dem Sonnenaufgang.)
Müde aber glücklich, außerdem seht ihr mal den kleidsamen Mantel (trotzdem ein super Schutz gegen den Wind)
Leider etwas verschwommen, aber auf dem Gipfel angekommen waren wir doch sehr kaputt (das Bild ist übrigens verwackelt, weil es zu windig war, um die Kamera ruhig zu halten, kein Witz...)

immerhin konnte man den Sonnenaufgang erahnen, und dafür die ganzen Anstrengungen (wir waren schon wieder auf dem Rückweg, aber der Aufschrei der Chinesen hat uns zur Aussichtsplattform zurück "geholt", sonst hätten wir gar nichts mitbekommen...)

Wie gesagt, sie hatten aufgepasst, deswegen durften wir die Sonne noch sehen
was für eine Landschaft
noch mehr Landschaft
alle guten Dinge sind drei
...und manchmal auch vier ;-)
Den Rückweg wollten wir dann eigentlich mit der Seilbahn absolvieren, die allerdings erst um sieben Uhr ihren Dienst aufnahm. Also warteten wir eine halbe Stunde, in der wir die verbliebenden Plätzchen, Kaffee und was sonst noch so da war verzehrten. Irgendwann wurde es dann sieben Uhr, doch die Bahn bewegte sich nicht, es wurde zehn nach sieben, und es bewegte sich immer noch nichts. Die fünf mit uns wartenden Chinesen gingen dann irgendwann weg, einer klärte uns über das Schild auf, was ausgestellt war. Es besagte wohl so viel wie, dass die Seilbahn bei zu starkem Wind nicht fährt. Ob zu starker Wind war merkte man dann einfach daran, ob die Bahn fährt oder nicht, na ja, auch eine Möglichkeit der Informationspolitik ;-)
Also hieß es auch zu Fuß den Berg wieder runter. Das war zwar nicht ganz so anstrengend wie hoch, aber trotzdem mussten wir aufpassen, wo wir hintreten, wollten ja nicht noch die Treppe runterfallen und uns alles mögliche brechen…
Irgendwie waren wir so im „Laufen“, das man einfach immer weiter ging, auch wenn die Beine doch eigentlich nicht mehr wollten und konnten.
An der Mittelstation angekommen hatten wir die Möglichkeit, einen Bus für den Rest des Weges zu nehmen, aber unser Ehrgeiz war geweckt, und wir wollten sagen, dass wir den gesamten Weg hoch auf den Tai´Shan und den gesamten Weg runter selbst gelaufen waren.
Also weitere 1,5 Stunden Treppen runter. Pausen hatten wir im Hellen Gott sei Dank immer mal wieder, weil viele Leute mit uns Fotos machen wollten, wir sind hier also doch ein beliebtes Fotomodell, hier mal Beispiele ;-)

Irgendwann waren wir dann aber wie gesagt schon wieder ganz erholt, dementsprechen entspannt (oder ist es doch Erleichterung?!) schauen wir schon wieder.
die Frisur saß wie immer perfekt (oder Anne, warum hattest du noch mal die Mütze auf ;-))
Wir dachten der Weg war anstrengend, aber was soll er dann bloß sagen???
...was für eine Schinderei, wir fanden es echt unglaublich
Das letzte Stück des Weges durch die Stadt kam uns dann vor wie ein entspannter Spaziergang, dauerte auch nur eine Viertelstunde, jetzt kannten wir ja den Weg ;-)
In unserer Wohnung sind wir dann gegen elf Uhr morgens (also elf Stunden auf den Beinen) einfach nur noch todmüde in die Betten gefallen, nach vier Stunden Schlaf ging es dann aber wieder. Nach der heißen Dusche (bis der Boiler leer war, da habe ich heute mal keinen Umweltschutz betrieben…) habe ich mich dann auch wieder halbwegs normal gefühlt. Den Blogeintrag konnte ich dann doch erst heute fertig stellen, gestern war ich nur noch zum Text gekommen, aber die Bilder wollte ich ja dann auch online stellen.
Bis demnächst, mal schauen zu welchem Thema ich dann was schreiben kann,
Am Freitagabend sind wir mit drei Tutoren(innen) (ich glaube, ich schreibe immer nur die männliche Form, ist aber keine böse Absicht, und bislang ja auch niemanden aufgefallen, gemeint sind aber natürlich auch immer unsere Damen, aus Zeitgründen bleibe ich dennoch einfach mal bei „Tutoren“ ;-)) und einigen Studenten zum KTV gegangen. Dabei handelt es sich um Karaoke, für die jüngeren unter uns: Ist wie Singstar auf der Playstation!!!
Da die Chinesen so etwas wie Diskos oder ähnlichem eigentlich nicht kennen, ist die Karaoke-Bar für sie der Ort, an dem man abends hingehen kann. Allerdings ist es nicht wie bei uns eine Bühne, auf der einer alleine für die gesamte Bar singt. Hier gibt es viele verschiedene, kleine Räume, in die man jeweils mit seiner Gruppe rein geht. In jeden Raum können so 10-15 Personen, man ist also eher unter sich. Getränke gibt es natürlich auch, schaut mal:
(leben halt gesund, die Chinesen...)
So angeheizt konnte ja nichts mehr schief gehen ;-)
Wir haben also unsere Gesangskünste unter Beweis gestellt und bei den Chinesen merkte man, dass sie das seit ihrer Kindheit schon des Öfteren gemacht haben, bei Ihnen gab es niemanden, der wirklich gar nicht singen konnte, bei uns schon. Und dreimal dürft ihr raten wer das war…
Während sich unsere beiden Damen sehr beachtlich geschlagen haben, und Anne die Chinesen sogar zum Schweigen gebracht hat, als sie ein Liebeslied schöner ins Mikro hauchte „als der Sänger selber“ (Zitat eines Studenten), konnte ich da nicht mithalten. Meine Gesangskünste waren schnell an ihre Grenzen gelangt, trotzdem hatten alle Spaß und höflich, wie sie nunmal sind die Chinesen, behaupteten sie sogar hier, es sei doch gut gewesen. Na ja, dem war nicht wirklich so ;-)
Die Musikvideos der englischen Liedtexte waren übrigens nicht die Originale, alle Videos sahen irgendwie ähnlich aus, und es kamen immer Frauen vor, die durchaus in einem sehr alten, horizontalen Gewerbe hätten arbeiten können. Wir haben unseren Studenten dann aber gesagt, dass in Deutschland nicht alle Videos so aussehen würden, schade nur, dass das einzige Original (Shakira) dann auch wieder in eine ähnlich Richtung ging ;-)
Fazit des Abends:
- wenn es mit Anne´s Informatikerkarriere nichts mehr wird, dann wird sie einfach Sängerin
- ich bleibe bei der Bank!!!
- die Chinesen können auch ohne Alkohol viel Scheu ablegen, man muss ihnen nur ein Mikro geben
- chinesische Lieder sind alle über enttäuschte Liebe, die Chinesen stehen einfach auf diesen „Herz-Schmerz“
Hier noch mal Bilder von uns in Aktion:

es hat einen Grund, warum ich so konzentriert...
und die Mädels eher amüsiert gucken ;-)

eine der Studentinnen in Aktion
Am Samstagmorgen ging es dann weiter im Programm. Die Abschlussfeier der Bachelor-Absolventen stand an. Diese haben wir zwar nicht mehr unterrichtet, es war aber trotzdem eine sehr schöne und elegante Feier. Auch wir hatten uns schick gemacht und unsere Anzüge angezogen. Neben diversen Reden gab es auch Ehrungen, aber seht einfach selbst:

Schick machen geht also hier auch, sogar mit einheitlichen Tüchern bzw. Krawatten

auch hier kam der Spaß nicht zu kurz (diese "Victory-Zeichen" machen die Chinesen irgendwie auf jedem Foto, und wir haben das schon übernommen...)
Festlicher Anlass bedeutet eben auch hohen Besuch, die Rektoren der beiden Hochschulen hielten jeweils eine kleine Ansprache
Auch die Gratulationen liefen hier ganz geordnet ab...
...zuerst in Reih und Glied aufstellen zur Gratulation
...dann umdrehen zum Foto
Das modische Highlight des Tages möchte ich euch ebenfalls nicht vorenthalten, das Gesicht habe ich mal aus Diskretionsgründen weggelassen, ich kann euch aber versichern, dass es sich um einen männlichen Studenten handelt ;-)
Auf das große Abschlussfoto durften wir auch noch mit drauf, und zwar standen wir direkt hinter den Rektoren der Hochschulen, und somit fallen wir auch mal schön direkt auf, das Bild wird dann nachgeliefert, sobald ich einen Abzug davon bekommen habe.
Am Nachmittag überlegten wir uns dann die Pläne für den Rest des Wochenendes. Da der Wetterbericht zumindest auf trockenes Wetter hoffen ließ, und wir in der ersten drei Wochen noch nicht auf den Tai´Shan, den heiligen Berg hier in unserer Stadt und ein riesiger, inner-chinesischer Touristenmagnet, gestiegen waren, wollten wir das gerne in Angriff nehmen. Wie es sich gehört, wollten wir dann natürlich auch den Sonnenaufgang oben genießen, bei geschätzten vier Stunden Aufstiegszeit für die weit über 6.000 Stufen hieß das also mitten in der Nacht (nämlich um Mitternacht ;-)) loszulaufen. Unsere beiden Hamburger wollten lieber feiern gehen und hatten sich daher schon auf dem Weg nach Jinan gemacht.
Wir anderen drei gingen dann also (um fast genau zwölf Uhr ;-)) los und nachdem wir den, leicht versteckten, Eingang zum Aufstieg gefunden hatten ging es los. Es war ein doch sehr beschwerlicher Weg (der uns auch noch 127 Yuen (12,70 EUR) Eintritt gekostet hat, weil wir unseren Studentenausweis nicht dabei hatten, sonst wären es 62 gewesen, aber auch das fanden wir für chinesische Verhältnisse schon extrem teuer…).
hier noch alle guter Laune und voller Tatendrang zu Beginn des Aufstieges
Die vielen Stufen waren der Wahnsinn, und je weiter nach oben wir kamen, desto kälter wurde es. Zum Glück hatte uns der Reiseführer von Sonja entsprechend gewarnt und wir hatten uns im „Zwiebel-Look“ angezogen. Auf dem Weg nach oben wurden dann die Schichten aus dem Rucksack angezogen (nachher hatte ich zwei Mal Funktionsunterwäsche, einen Rolli, einen Pullover und meine Fleecejacke an). Dennoch mussten wir uns ganz oben auf dem Berg noch einen, nenne wir es mal russischen Zarenmantel leihen, der Wind war einfach zu extrem. Hier mal Impressionen vom Aufstieg (bzw. Abstieg, da war das Licht zum Fotografieren dann doch besser ;-) und dem Sonnenaufgang.)
Müde aber glücklich, außerdem seht ihr mal den kleidsamen Mantel (trotzdem ein super Schutz gegen den Wind)
Leider etwas verschwommen, aber auf dem Gipfel angekommen waren wir doch sehr kaputt (das Bild ist übrigens verwackelt, weil es zu windig war, um die Kamera ruhig zu halten, kein Witz...)

immerhin konnte man den Sonnenaufgang erahnen, und dafür die ganzen Anstrengungen (wir waren schon wieder auf dem Rückweg, aber der Aufschrei der Chinesen hat uns zur Aussichtsplattform zurück "geholt", sonst hätten wir gar nichts mitbekommen...)

Wie gesagt, sie hatten aufgepasst, deswegen durften wir die Sonne noch sehen
was für eine Landschaft
noch mehr Landschaft
alle guten Dinge sind drei
...und manchmal auch vier ;-)
Den Rückweg wollten wir dann eigentlich mit der Seilbahn absolvieren, die allerdings erst um sieben Uhr ihren Dienst aufnahm. Also warteten wir eine halbe Stunde, in der wir die verbliebenden Plätzchen, Kaffee und was sonst noch so da war verzehrten. Irgendwann wurde es dann sieben Uhr, doch die Bahn bewegte sich nicht, es wurde zehn nach sieben, und es bewegte sich immer noch nichts. Die fünf mit uns wartenden Chinesen gingen dann irgendwann weg, einer klärte uns über das Schild auf, was ausgestellt war. Es besagte wohl so viel wie, dass die Seilbahn bei zu starkem Wind nicht fährt. Ob zu starker Wind war merkte man dann einfach daran, ob die Bahn fährt oder nicht, na ja, auch eine Möglichkeit der Informationspolitik ;-)
Also hieß es auch zu Fuß den Berg wieder runter. Das war zwar nicht ganz so anstrengend wie hoch, aber trotzdem mussten wir aufpassen, wo wir hintreten, wollten ja nicht noch die Treppe runterfallen und uns alles mögliche brechen…
Irgendwie waren wir so im „Laufen“, das man einfach immer weiter ging, auch wenn die Beine doch eigentlich nicht mehr wollten und konnten.
An der Mittelstation angekommen hatten wir die Möglichkeit, einen Bus für den Rest des Weges zu nehmen, aber unser Ehrgeiz war geweckt, und wir wollten sagen, dass wir den gesamten Weg hoch auf den Tai´Shan und den gesamten Weg runter selbst gelaufen waren.
Also weitere 1,5 Stunden Treppen runter. Pausen hatten wir im Hellen Gott sei Dank immer mal wieder, weil viele Leute mit uns Fotos machen wollten, wir sind hier also doch ein beliebtes Fotomodell, hier mal Beispiele ;-)

Irgendwann waren wir dann aber wie gesagt schon wieder ganz erholt, dementsprechen entspannt (oder ist es doch Erleichterung?!) schauen wir schon wieder.
die Frisur saß wie immer perfekt (oder Anne, warum hattest du noch mal die Mütze auf ;-))
Wir dachten der Weg war anstrengend, aber was soll er dann bloß sagen???
...was für eine Schinderei, wir fanden es echt unglaublich
Das letzte Stück des Weges durch die Stadt kam uns dann vor wie ein entspannter Spaziergang, dauerte auch nur eine Viertelstunde, jetzt kannten wir ja den Weg ;-)
In unserer Wohnung sind wir dann gegen elf Uhr morgens (also elf Stunden auf den Beinen) einfach nur noch todmüde in die Betten gefallen, nach vier Stunden Schlaf ging es dann aber wieder. Nach der heißen Dusche (bis der Boiler leer war, da habe ich heute mal keinen Umweltschutz betrieben…) habe ich mich dann auch wieder halbwegs normal gefühlt. Den Blogeintrag konnte ich dann doch erst heute fertig stellen, gestern war ich nur noch zum Text gekommen, aber die Bilder wollte ich ja dann auch online stellen.
Bis demnächst, mal schauen zu welchem Thema ich dann was schreiben kann,
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