Da ich jetzt einen neuen Beitrag über die vergangene Woche online gestellt habe, ist das Gedicht aus dem Beitrag davor ein wenig nach unten gerutscht. Da es aber, gerade wegen der beigefügten Kommentare meines Lieblingsbruders, durchaus lesenswert ist, habe ich es einfach mal inkl. der Kommentare als neuen Beitrag hochgeladen, hier also die ganze "Geschichte":



Weit von China komme ich her,
und ich muss euch sagen, dort hupt man doch sehr,
der Ton, der in Deutschland genutzt wird nur in höchster Not,
gehört hier auf den Straßen zum täglichen Wasser und Brot.

Wenn wir erst mal wieder zurück in Deutschland sind,
werden wir uns daher im Straßenverkehr benehmen wie ein kleines Kind,
viel Lärm und Fahrer, die die Kurven schneiden,
all das zu ignorieren lässt sich hier gar nicht vermeiden.

Dabei ist es normal auch zu überholen auf der rechten Seite,
und zu nutzen die Straße auf der gesamten Breite,
ganz egal ob eine doppelte Linie ist auf der Straße in der Mitte,
da denkt sich jeder Deutsche: Ich möchte doch nur überleben bitte.

Wie ihr seht kann man hier auf den Straßen also einiges Erleben,
insbesondere wie man sich ordentlich benimmt daneben,
wenn ich also wieder zurück bin in der ersten Zeit,
müsst ihrNachsicht mit mir haben und nicht denken ich sei breit.

Der für euch doch ganz neue Fahrstil von mir,
liegt an den Erfahrungen und der Sozialisierung von hier,
und da ich merke wie schwierig es ist die Worte in Reime zu binden,
werde ich nun mal versuchen ein gelungenes Ende zu finden.

Auf die Frage was wir denn besonders vermissen,
und wann wir denn vielleicht wegen dem Essen die weiße Fahne hissen,
können wir nur sagen,
es geht ihm gut, dem Magen,
aber den geordneten, deutschen Straßenverkehr,
den vermissen wir hier doch sehr.


Aus diesem einfachen Eintrag entwickelte sich dann eine länger dauernde Geschichte. Nur einen Tag nach der Veröffentlichung, also am 18. Oktober, konnte es sich mein Bruder natürlich nicht nehmen lassen, das Gedicht mit einem entsprechenden Kommentar zu würdigen. Aufgrund der besonderen Form seines Kommentares hat er sich dadurch einen „Gastbeitrag“ in diesem Werk mehr als redlich verdient:

Als kleine Rezession:

Das Gedicht ist weder bitter, noch böse
aber weder wie von Schiller, noch Goethe.
Du bist noch nicht der Größte
Poet, der hier lebt.

Füttere den deutschen Dichtern Reime
Bis ihr alle Brecht wie Berthold
Das wäre echter Erfolg.
Erstick oie wie Sagrotan die Keime
oder wie Alex vom Smog
ich geh jetzt malen wie der Van Gogh.


Dieser Kommentar konnte selbstverständlich nicht einfach so im Raume stehen bleiben, sodass auch ich noch einmal meine literarischen Fähigkeiten bemüht habe und schon am Abend des 18. Oktober meine Erwiderung präsentieren konnte:


Ach mein liebes Bruderherz,
deine Kritik, sie versetzt mir großen Schmerz.
Wobei zur zweiten Strophe muss ich sagen,
beim Verstehen bin ich doch am verzagen.

Was genau willst du mit deinen Worten bezwecken,
oder sind sie nur gedacht um mich zu necken?
Deine Reime wirken doch auch sehr gezwungen,
da hast du wohl länger mit dir selbst gerungen.

Also bitte schreibe doch ganz bald mir,
was du hast gedacht beim Schreiben dir.



Wie schon gesagt entwickelte sich ein lustiges Spiel, sodass auch Jens noch einmal zu einer Antwort „ausholte“, ebenfalls nur einen Tag später, nämlich am 19. Oktober:

Gedacht ich hab mir gar nicht viel,
gesehen es als freudig Spiel.
Es ist ein schöner Zeitvertreib,
mit dir im Kontakt ich bleib.

Mein Text hat kein Sinn und keine Logik
ich versuch auch gar nicht das mein Scheiß Niveau kriegt.
Aber wer sagt, dieses nichts wäre zu nichts nütze,
ist ein Nichtsnutz, der sich seiner Nichtigkeit unnützerweise nicht bewusst ist.
Das Nichts bewusst zu nutzen, in dem Bewusstsein nichts zu wissen und zu nützen,
ist der Wahre Wert des Wissens um das Nichts! ;)

Das ist das Geheimnis unserer Macht,
die uns unsere Eltern haben beigebracht! :D

Na ja, nach diesem schon philosophischen Erguss meines Bruders, musste natürlich auch ich eine Antwort finden. Es dauerte allerdings bis zum Abend des 19. Oktobers:

Jaja, das du manchmal nicht denkst ist das Problem,
vielleicht mal aktivieren du solltest dein Betriebssystem.
Ich hoffe mal, auch für dich ist das hier alles nur im Scherz,
und meine Reime treffen nicht mitten in dein Herz.

Mit dir in Kontakt zu bleiben auch für mich ist eine schöne Sache,
weswegen ich mir auch den ganzen Aufwand hier mache.
Deine zweite Strophe brachte mich doch sehr zum Denken,
drauf gekommen bist du wohl nur mit der Hilfe von besonderen Getränken.

Und um das ganze hier irgendwann mal zu Ende zu bringen,
und unsere Worte nicht noch länger müssen in Reime zu zwingen,
schlage ich an dieser Stelle einfach mal vor,
das letzte Wort, das hat der Tutor.
Also wenn wir uns noch möchten was sagen,
dann werden wir uns ab sofort normal betragen!!!


Mit diesen Worten fand der "Wettstreit der Dichter" dannn auch sein Ende.