Nachdem wir unsere guten Vorsätze, mal einige Wochenenden "zu Hause" in Tai´an zu bleiben, ja in der letzten Woche relativ schnell über den Haufen geworfen hatten, ging es am Freitagabend nach Peking. Nach erfolgreichem Einchecken im Hostel ging es dann mit Micha und Manu (den beiden anderen Tutoren aus Taiyuan) in die Bar gegenüber. Dort gab es leckere Cocktails (den Caipirinha hatten die Tayuaner dem Barkeeper bei ihrem letzten Besuch vor einigen Wochen noch gezeigt und er wusste auch noch ziemlich genau, wie man ihn zu mixen hatte…).
Etwas später am Abend (oder früher am Morgen, kommt ja immer auf die Perspektive an ;-)) haben wir dann auch noch den Lieferdienst von McDonald´s ausprobiert. Dabei handelt es sich nicht um private Lieferdienste, sondern tatsächlich um einen Bringdienst von „Mäcces“ selber. Die Angestellten bringen die Sachen dann mit Fahrrädern an den gewünschten Ort, und das ganze für nur sieben Yuan pro Lieferung, egal wohin in ganz Peking, eine echt coole Sache, die man auch in Deutschland mal einführen könnte.

Am nächsten Morgen ging es dann nach dem sehr reichhaltigen Frühstück im Hostel auf zum Yashow - Markt, einem riesigen Kaufhaus mit ausschließlich „originaler“ Ware… Bevor es aber losgehen konnte, mussten wir uns natürlich alle schützen, die Luft in Peking war doch sehr dreckig. Daher hatte uns Sonja zum Glück entsprechende Kleidungsstücke organisiert:


Entweder schick in schwarz und weiß...


... oder aber mit schicken rosa Herzchen ;-)

Dann ging es wie gesagt auf große Einkaufstour, vor allen Dingen natürlich Sachen für den jetzt anstehenden Winter, also Pullover, Mützen, Schals und Jacken. Die anderen haben auch noch Uhren, Feuerzeuge usw. gekauft, also schon mal die Weihnachtseinkäufe erledigt. Für jeden, der mal in Yashow-Markt einkaufen sollte hier die wichtigste Information:
Handeln ist unerlässlich!!!
Und zwar relativ unverschämt handeln, ein realistischer Preis sind 10% (!!!) des ursprünglich vom Verkäufer genannten Preis (also startet man sein erstes Angebot mit ca. 5%). Man erntet dann zwar jeweils entsetzte Reaktionen und die Händler versuchen auch einem einzureden, man sei jetzt direkt für die Verarmung der gesamten Familie verantwortlich, aber so einen Eindruck machten die Verkäufer dann doch eher nicht ;-) Also ein lustiges Erlebnis, mit dem wir an dem Tag auch einige Stunden verbracht haben.


Im obersten Geschoss gab es den Wellnessbereich




Unten auf der Straße bei einem Optiker mit sehr "modernen" Modellen ;-)

Am späten Nachmittag ging es dann zurück ins Hostel um dort die Speisekarte auszuprobieren. Es gab Burger, Pasta und Salate, und alles richtig lecker. Da auch die Einrichtung in der Bar echt nett war (und die Getränke auch ;-)) haben wir dann beschlossen, es einmal dort zu bleiben. Marco und Rosi, zwei weitere Tutoren aus Tayuan sind dann auch noch dazu gekommen. Und so blieben wir dann für den Rest des Abends im Hostel. Es war noch echt lustig, die Bekanntschaften mit einer Gruppe Franzosen auf Abifahrt dürften dabei einigen von uns am besten gefallen haben ;-)

Nachdem wir am nächsten Tag dann etwas länger geschlafen hatten und auch wieder das ausgezeichnete Frühstück im Hostel genossen hatten, ging es auf zum Spaziergang durch Peking. Ziel war der Beihai-Park, der nördlich des Tian´anmen-Platzes mitten in der Stadt liegt. Nach einem längeren Spaziergang durch ruhigere Gassen erreichten wir diesen dann anschließend auch. Und auch hier gab es schöne Plätze, an denen man nicht das Gefühl hatte, mitten in einer Großstadt zu sein.


Wieder mal eine "Wohlfühloase" mitten in der Stadt, sowas gibt es also auch...

Bei unserer Wanderung landeten wir dann auch noch in einem schönen Viertel am Fluss, an dem es richtig viele Bars, Kneipen und Biergärten gab (wie gesagt, man muss halt nur wissen, wo es solche Dinge gibt, oder sie halt zufällig finden ;-)). Allerdings war unsere Zeit leider ein bisschen knapp, da es schon Nachmittag war, und wir alle noch zum Hostel mussten, um unser Gepäck zu holen und dann anschließend zum Bahnhof zu fahren.

Zufrieden und nur leicht erschöpft waren wir dann schon gegen halb zehn wieder in Tai´an, sodass es diesmal gar nicht so ein enorm anstrengendes Reisewochenende war.