alex_w am 08. Oktober 11
Bevor ich zum zweiten Teil des Berichts über unseren Urlaub komme ein kurzer Einschub über meine Erfahrungen vom gestrigen Freitag zum „Fußballspiel“ mit unseren und anderen chinesischen Studenten. Die technischen Fertigkeiten am Ball sind doch eher, sagen wir mal, beschränkt. Hier war sogar ich schon ein ziemlich guter Techniker, und für alle, die mich noch nicht in Aktion gesehen haben: Es hat seinen Grund, warum ich Torwart und Schiedsrichter bin und kein Feldspieler (die Kondition ist es übrigens nicht ;-)
Dann war es doch auch recht voll, über den halben Platz und auf kleine Tore mit ca. 25 Leuten zu spielen verschafft einem nicht wirklich viel Raum. Das Fehlen von Leibchen o.ä. machte das Chaos dann perfekt, es war einfach nur ein wildes Gepöle, ein paar Leute aus meiner Mannschaft konnte ich mir merken, sodass sogar der ein oder andere Pass ankam…
Fazit: Es war lustig und seit sechs Wochen endlich mal wieder gegen den Ball zu treten war auch richtig toll. Aber mit so einem richtigen Fußballspiel hatte es dann doch eher weniger zu tun. Fußball also eine Sache, die ich vermisse ;-)
P.S. von der Bundesliga und sonstigem Fußball bekommt man hier auch echt wenig mit, gut dass es den Kicker auch online gibt
Dann war es doch auch recht voll, über den halben Platz und auf kleine Tore mit ca. 25 Leuten zu spielen verschafft einem nicht wirklich viel Raum. Das Fehlen von Leibchen o.ä. machte das Chaos dann perfekt, es war einfach nur ein wildes Gepöle, ein paar Leute aus meiner Mannschaft konnte ich mir merken, sodass sogar der ein oder andere Pass ankam…
Fazit: Es war lustig und seit sechs Wochen endlich mal wieder gegen den Ball zu treten war auch richtig toll. Aber mit so einem richtigen Fußballspiel hatte es dann doch eher weniger zu tun. Fußball also eine Sache, die ich vermisse ;-)
P.S. von der Bundesliga und sonstigem Fußball bekommt man hier auch echt wenig mit, gut dass es den Kicker auch online gibt
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alex_w am 08. Oktober 11
Da wir, wie ihr euch denken könnt, in der Golden Week relativ viel erlebt haben, teile ich den Bericht einfach mal in zwei Teile auf. Der erste hier über den Aufenthalt in Guangzhou, der zweite dann über Xiamen. So sind schon mal ein paar Infos online, und ich kann nachher sagen, dass ich stets bemüht (;-)) war, die Berichte zeitnah fertig zu stellen.
Am Samstag, den 01.10. ging es also los. Da wir zu Beginn der „public holidays“ mit Stau rechneten holte uns der Fahrer morgens um sieben ab, unser Flieger sollte um 11:35 Uhr gehen. An diesem Morgen aber war kein Stau, die Fahrt dauerte wie üblich nur 1,5 Stunden, also waren wir doch (sehr) pünktlich am Flughafen und schlugen hier noch ein bisschen die Zeit tot. Soviel sei an dieser Stelle schon mal verraten, es sollte einer der ganz wenigen Zeitpunkte für die Woche bleiben, an denen mal wenig los war, egal ob auf den Straßen oder an anderen Plätzen…
In Guangzhou gelandet machten wir direkt die erste Erfahrung, es war warm, richtig schön warm. 2000 km in den Süden fliegen machen halt doch was aus, und das alles in einem Land (von uns aus 2000 km Luftlinie liegt übrigens das Mittelmeer, nur um die Dimensionen zu veranschaulichen…). Mit der Metro ging es dann zum Hostel und das war, sagen wir mal, interessant ;-)
Es handelte sich um eine große, private Wohnung in der 7. Etage, deren einzelne Zimmer mit Hochbetten aufgefüllt worden waren, sodass ca. 12 Personen dort wohnen konnten. Wir waren in einem 8-Bett-Zimmer untergebracht, es gab für alle insgesamt zwei gemeinschaftliche Badezimmer, die Einrichtung war auch sehr schön, seht selbst:


was für ein Spülkasten, auf dem Zettel darüber steht übrigens die Begründung für den Zustand: Es gibt keine Ersatzteile mehr, daher können die den Kasten nicht reparieren
Auch das Bett war ein Traum, seitdem weiß ich auch, warum die Wörter Brett und Bett so ähnlich klingen, es gab nämlich keine Matratzen und so schliefen wir auf einem B(r)ett. Die Besitzerin war dafür aber total nett, es war auch ganz lustig, und wir wussten ja, dass es nur für drei Nächte sein sollte. Dachten wir zumindest zu diesem Zeitpunkt noch, dazu später noch mehr, an dieser Stelle sei aber schon mal gesagt, dass unser Aufenthalt im Hostel keine drei Nächte dauern sollte…
Nach dem Einchecken und anschließendem Essen (zur Abwechslung mal wieder bei der Kette mit dem großen M) ging es dann auf zum Highlight der Stadt, dem Kanton-Tower. Hier können Bilder glaube ich mehr sagen als Worte, trotzdem ein paar einleitende „facts“, dann die Fotos:
• die Architektur war der absolute Wahnsinn, auch wenn ich davon keine Ahnung habe, maße ich mir mal an, das als Laie sagen zu dürfen
• der Eintritt von 150 Yuen (oder 120 für Studenten (dabei zählen auch ausgedruckte Scans von Studentenausweisen, danke noch mal für den Service Lena ;-)) lohnt sich auf jeden Fall!!!
• allein mit dem Aufzug außen am Gebäude hochzufahren ist ein Erlebnis
• auf 433 Metern hat man einen atemberaubenden Ausblick auf die Stadt
• oder, um es mit einem Spruch aus der Fernsehgeschichte zu sagen: Das war SPITZE!!!

Und wo wir gerade bei ein paar Fakten waren, hier die erste Lektion, die wir schon am ersten Tag des Urlaubs gelernt haben:
Glaubt jedem Reiseführer, jeder Internetseite usw., die behaupten man sollte nicht (!!!) in der ersten Mai- oder Oktoberwoche verreisen, da es dann einfach zu voll ist. Man kann sich nicht vorstellen, was dann hier in China los ist, wenn gefühlt 1,0 Milliarden der 1,4 Milliarden Menschen unterwegs sind, weil sie frei haben. Die Metro war heillos überfüllt, auch die Innenstadt, es war unfassbar, vielleicht kann man es auf den Bildern erahnen, real war es noch mal eine Nummer härter…

Die Laune war trotzdem gut, und auch hier wieder das Spiel, wer findet die vier (!!!) Europäer
Dennoch haben wir uns abends auf die Suche nach einer Bar gemacht, sind aber leider wieder gescheitert, man muss halt wissen wo man sucht. Es waren zwar ohne Ende Menschen auf den Straßen unterwegs, aber eben nur auf den Straßen, Bars usw. haben wir keine gefunden. Auf dem Rückweg ins Hostels sind wir dann in einem Straßenrestaurant hängen geblieben. Hier gab es auch Kleinigkeiten zu essen und auch was zu trinken. Die Bierflaschen hier haben 600 ml, und das zu einem Preis von ca. 5 Yuen (0,50 EUR), das nenne ich mal günstiges Trinken ;-)) Die Bestellung des einen Wassers stellte die Kellner da schon vor eine größere Herausforderung, sie mussten extra ins Geschäft gegenüber, um eine einzelne Flasche zu kaufen, der Service stimmte also auch. Vom Geschmack her geht es mit dem Bier auch, also eigentlich noch ein ganz schöner Ausklang des ersten Abends.

Am zweiten Tag ging es dann weiter mit der Sightseeing-Tour. Gestartet sind wir mit dem Museum zur Ausgrabungsstätte eines alten Königs namens Nan-Yue. Hier war es ausnahmsweise mal leerer, könnte daran gelegen haben, dass es zwar ganz nett, aber jetzt auch nicht übermäßig interessant war, keine Ahnung, wer die tolle Idee hatte, oder war ich das?!. Auch hier mal ein paar Bilder:

...nein, das war noch nicht im Museum, sondern davor, Vater und Sohn gehen Luftballons verkaufen

Bequemens Kopfkissen, aus Keramik, das könnte natürlich auch eine geschichtliche Erklärung für unsere Hostelb(r)etten sein...

Na ja, beim Eingang war es dann mal richtig eng mit der Höhe. Übrigens, das was aussieht wie ein Bauchansatz ist keiner, sondern nur meine Brust-/Bauchtasche, nicht, dass ihr noch ganz falsche Eindrücke bekommt ;-)

Hier wieder die übliche Ladung Kultur, lest mal die Inschrift, hier wurden die Frauen sogar mit dem König eingemauert, bloß waren sie da noch am leben...
Im Anschluss daran stand der Park mit der Statue der fünf Ziegen auf dem Programm. Diesen Ziegen verdankt die Stadt ihren Namen, der „Stadt der Ziegen“. Es war im Park ein bisschen erholsamer, auch wenn es immer noch voll war. Bilder gefällig, hier kommen sie:
Dann ging es weiter, zuerst stand eine Pagode auf dem Programm, dann eine Moschee. Vom Anblick her war die Moschee selber nicht so der Knaller, da sie hinter einer Mauer lag, und wir auch nicht hinein gehen wollten. Das ganze muslimisch Viertel um die Moschee herum war aber sehr sehenswert, mal wieder ein ganz neuer Eindruck von China inkl. muslimischem Essen, das sehr lecker war.

Gassen im muslimischen Viertel
Auch in Guangzhou sind wir übrigens unserem Stil treu geblieben und haben ohne Ende Kilometer zu Fuß gemacht. Das könnte einer der Gründe sein, warum wir hier trotz „Essen ohne Ende“ nicht zunehmen. Zumindest ist das meine Erklärung, meine weiblichen Kolleginnen hier könnten sicherlich differenziertere Begründungen nennen, sie beschäftigen sich nämlich ausführlicher als ich mit dem Essen und seinen (vermeintlichen, aber bei keinem von uns auftretenden) Auswirkungen auf das Gewicht, ich esse einfach immer das, was mir schmeckt ;-) Und da die Hosen langsam immer weiter werden habe ich wohl auch noch nicht übermäßig zugenommen, auch wenn das für mich jetzt nicht das größte Problem wäre ;-))
Am Nachmittag sind wir dann auf die Insel Shamian in Guangzhou gegangen. Früher war es der Platz, an dem die europäischen Bewohner der Stadt gewohnt haben, für Chinesen war der Zugang zur Insel verboten. Dementsprechend ist auch die Architektur und der Baustil der Insel sehr europäisch geprägt. Auch die amerikanische und polnische Botschaft sind hier heute noch untergebracht. Es war ein netter Spaziergang um die Insel, hier gab es auch ein paar Cafés und Bars, in denen wir sitzen konnten, auch an der Gastronomie merkte man also den europäischen Einfluss. Auch dem Luxushotel „White Swan“ statteten wir einen Besuch ab, wenn auch nur von außen. Hier waren wir dann doch ein bisschen enttäuscht, laut Auskunft unserer Reiseführer sollte es eines der besten Hotels Chinas sein, aber zumindest von außen war es einfach nur ein Hochhaus ohne viel Charme. Umso besser muss also wohl der Service und die Inneneinrichtung sein…
...hier lässt es sich doch leben

Architektur die zweite

Zur Abwechslung mal wieder was kulinarisches, lecker aufgespießte und getrocknete Kröte, Snack für zwischendurch

Das "White Swan", lt. Reiseführer extrem elegantes Hotel, von außen aber jetzt nicht so der Knaller...
Bevor wir dann zur Schifffahrt (das Wort habe ich übrigens auch mal im Tutorium verwendet und an die Tafel geschrieben, im Anschluss daran habe ich dann erst mal fünf Minuten erklärt, warum da drei mal „f“ steht. Danke neue deutsche Rechtschreibung…) gestartet sind waren wir erst mal wieder was essen. Hier erlebte ich leider eine Enttäuschung, im Glauben einfach ein Glas Milch bestellt zu haben, da ich keinen Hunger hatte, war ich vom angedickten, heißen Reiswasser das ich bekam dann doch etwas enttäuscht. Aber was solls, so hatte ich ein bisschen was warmes im Magen und war wieder um eine Erfahrung reicher. Auch die anderen bekamen nicht zwingend das, was sie erwartet hatten:

das kann man mit dem Wasser, das beim Reiskochen übrig bleibt also auch noch machen...
Ja Anne, das ist mal ne Riesenportion...
Anschließend saßen wir dann noch mit ein paar Bier und Keksen auf der Promenade, da wir nur Karten für die Schifffahrt (ich benutze dieses Wort so gerne ;-)) zu späterer Stunde bekommen hatten, es war halt „Golden Week“. Dafür wurden wir dann auch auf der Fahrt mit schönen Bildern belohnt:
Das "White Swan" in der Nacht, sieht aus wie ein leuchtender Wellenbrecher
Zum Glück hatten wir nicht Karten für die allerletzte Fahrt bekommen, da waren viele Lichter an den Hochhäusern nämlich schon ausgeschaltet, sodass der Anblick doch ein wenig an Reiz verloren hätte, auch wenn es aus ökologischen Gründen ja doch ganz vernünftig ist…
Nach der Taxifahrt zurück Richtung Hostel saßen wir dann wieder in (einem anderen) Straßenrestaurant in der Nähe unseres Hostels und haben dort auf Mitternacht gewartet. Am 03.10. hatte nämlich Viktoria Geburtstag und wir wollten natürlich noch singen und gratulieren. Die Chinesen im Restaurant fanden uns zwar ein ein bisschen komisch, hatten aber auch ihren Spaß an unseren Gesangskünsten.
Am 03.10. stand dann wie gesagt der Geburtstag von Viktoria auf dem Programm, darum machten Sonja und ich uns morgens auf den Weg, um Kuchen, Brot und Brötchen sowie Kaffee für ein entsprechendes Frühstück zu besorgen. Es lief auf viel Süßgebäck hinaus, das kriegt man hier in rauen Mengen, klassisches Brot und Brötchen sind hier eher seltener. Im Hostel deckten wir dann den Tisch, sogar einen Luftballon konnten wir auftreiben. Eigentlich wollten wir ihn kaufen, aber die Apothekerin schenkte ihn uns einfach und hatte ihren Spaß, dass die Deutschen ihre Deko kaufen wollten ;-)
Nach dem ausführlichen und reichhaltigen Frühstück ging es dann weiter. Aber zunächst mal...
...richtig, die Bilder
Auf dem Plan für den Tag stand diesmal nur eine Sache: SHOPPING
Also ein Tag, wie gemacht für mich, auch ansonsten kennt man mich ja als den absoluten Shopping-Fanatiker ;-)
Nein im Ernst, es war ein lustiger Tag, natürlich auch wieder brechenvoll, aber mit einer gewissen Körperlänge kann man so ziemlich über alle Köpfe hinweg gucken, und dann sieht das schon ganz lustig aus.

In der Einkaufsstraße gab es Einkaufszentren, wie man sie auch bei uns kennt. Allerdings baut man hier einfach mal Zentren, ohne zu wissen, wie viel davon nachher vermietet wird, daher passiert es schon mal, dass von den 5 Etagen nur die untersten beiden komplett vermietet sind, die anderen Etagen sind nahezu leer.
Auch wurde in diesen Einkaufszentren deutlich, dass die Unterschiede zwischen reichen und ärmeren Chinesen eklatant sind. In den Zentren waren die Preise schon sehr europäisch, bedenkt man, dass es manche Studenten hier bei uns gibt, die von vielleicht 200 Yuen, also 20 EUR, im Monat leben müssen ist die Schere also schon sehr groß.
Richtig interessant wurde es dann in den Nebengassen, hier gab es nämlich die günstigen Varianten der „Originalware“. Gucci, Versace, adidas, Nike usw., so weit das Auge reichte. Dabei fühlte man sich wie auf einem Basar, vom ursprünglichen Preis, den der Verkäufer forderte konnte man getrost ein Drittel nennen, um sich dann irgendwann bei ziemlich genau der Hälfte zu einigen. Auch das war spaßig, außerdem gab es hier auch Schuhe in meiner Größe, was in den Schuhläden in der Haupteinkaufsstraße nicht der Fall war, dort hatte ich nach fünf vergeblichen Versuchen auch keine Lust mehr…
So konnte also auch ich adidas-Schuhe und eine Winterjacke kaufen und der Tag war auch für mich von Erfolg gekrönt, wenn auch die Ausbeute bei dem ein oder anderen deutlich größer war.

auch Anne war erfolgreich beim Schuhe shoppen, ratet mal wem welche Füße gehören ;-)
Auf der Rückfahrt mit der Metro bekamen Sonja, Anne und ich dann einen Anruf von Viktoria und Artur, die schon im Hostel waren da wir den schon den ganzen Tag über getrennt unterwegs waren. Und dieser Anruf war der Anfang einer Geschichte, die wir wohl auf jeden Fall in Erinnerung behalten werden ;-)
So war wohl die Polizei im Hostel und hat die Besitzer vernommen. Wir sollten also auf jeden Fall zunächst mal nicht ins Hostel kommen, sondern ein Stück weiter weg bleiben. So ganz legal war der Betrieb des Hostels dann anscheinend wohl doch nicht in der Privatwohnung, das war zumindest unsere Vermutung. Offizielle Begründung war, dass einer der chinesischen Gäste entführt worden sein sollte und wir daher nicht im Hostel bleiben könnten. Die Polizei müsste die ganze Nacht dortbleiben und das würde uns dann zu sehr stören (wir waren uns nicht so ganz sicher, welche Begründung uns jetzt mehr verunsichert ;-))
Na ja, schlussendlich stand dann eine rasche Abreise an, Artur und Viktoria brachten (fast) alle unsere Sachen mit nach unten und schleppten sich kaputt beim Gepäck von fünf Personen (DANKE für euren Einsatz auch noch mal an dieser Stelle). Mit unseren Sachen, zwei weiteren Gästen, der Besitzerin sowie einem Polizisten ging es dann eine Straße weiter in ein Hotel. Hier kostete die Nacht statt 40 Yuen wie im Hostel dann 500 Yuen, und das Beste: Nicht wir, sondern die Besitzerin des Hostels musste das bezahlen!!!
Das bedeutete für uns, eine Nacht im 4-Sterne-Hotel zum Preis einer Hostel-Übernachtung. Für die Besitzerin tat es uns zwar ein bisschen leid, aber was sollte man machen… Hier der Vergleich der Unterkünfte:

hier zur Erinnerung noch mal die Toilette vom Hostel...

...und hier die aus dem Hotel
Dann machten wir uns fertig, um abends feiern zu gehen, es war ja immer noch Viktorias Geburtstag (den sie so schnell wohl nicht vergessen wird ;-)). So schick gemacht ging es dann los:
Nachdem wir essen (lecker Sushi) waren gingen wir in zwei verschiedene Clubs feiern.

Eins noch zum Essen: Wir haben Frühlingsrollen gefunden, und sie schmecken wie beim Chinesen bei uns
Genau wie beim letzten Mal in Peking gibt es die Bilder dann auch hier erst nach der Rückkehr als Live-Präsentation, und nicht im Internet ;-)
Am nächsten Tag, unserem letzten in Guangzhou, haben wir dann erst mal „ausgeschlafen“ und sind um zehn vor zehn zum Frühstück gegangen, da es bis zehn Uhr Buffet geben sollte. Bis zehn Uhr heißt in China aber wohl nicht wie bei uns bis zum zehn Uhr anfangen, sondern um zehn Uhr fertig sein. Also packten wir uns die Teller einmal gut voll und ließen uns von den um uns herum aufräumenden und putzenden Angestellten auch nicht stören. In China ist nach dem Essen eben nach dem Essen, und wenn putzen auf dem Plan steht, dann halten einen auch zahlende Hotelgäste nicht davon ab ;-)
Anschließend stand noch ein Tag zur freien Verfügung an. Ab dem Mittagessen hatte ich dann irgendwann genug vom Shopping und nach einem Blick auf den U-Bahn-Plan erregte die Station „Hi-Tech Financial Zone“ meine Aufmerksamkeit. Da kann man sich ja bestimmt mal die chinesische Banken usw. anschauen, so zumindest meine Vermutung.
Komisch war schon, dass ich der einzige war, der an der Station ausgestiegen war und auch in der ganzen Station der einzige war.
Die Frage des Wachmannes „Do you really want to exit here“ machte mich dann endgültig sehr, sehr nachdenklich. Oben am Ausgang der Station war mir dann auch klar, warum. Es war einfach nur eine riesige Baustelle, sonst gab es dort nichts. Dementsprechend entsetzt/überrascht schauten mich die Bauarbeiter dann auch an. Ich machte einen kurzen Spaziergang, drehte mich um und stieg in die nächste Bahn in die andere Richtung an. Die Infrastruktur stimmte also schon mal in China, der Rest entsteht jetzt in den kommen den Jahren.
Die Moral von der Geschicht, U-Bahn-Plänen traut man nicht…
Den restlichen Tag verbrachte ich dann wieder in der Innenstadt, vor allem Dingen mit Essen und anderen, wichtigen Dingen ;-)

Straßensänger auf Chinesisch, gleichzeitig auch Alleinunterhalter
Abends schlugen wir dann noch ein wenig Zeit im Hotel tot, dann ging es zum Bahnhof um mit dem Nachtzug (14 Stunden Fahrtzeit) Richtung Xiamen aufzubrechen.
Am Samstag, den 01.10. ging es also los. Da wir zu Beginn der „public holidays“ mit Stau rechneten holte uns der Fahrer morgens um sieben ab, unser Flieger sollte um 11:35 Uhr gehen. An diesem Morgen aber war kein Stau, die Fahrt dauerte wie üblich nur 1,5 Stunden, also waren wir doch (sehr) pünktlich am Flughafen und schlugen hier noch ein bisschen die Zeit tot. Soviel sei an dieser Stelle schon mal verraten, es sollte einer der ganz wenigen Zeitpunkte für die Woche bleiben, an denen mal wenig los war, egal ob auf den Straßen oder an anderen Plätzen…
In Guangzhou gelandet machten wir direkt die erste Erfahrung, es war warm, richtig schön warm. 2000 km in den Süden fliegen machen halt doch was aus, und das alles in einem Land (von uns aus 2000 km Luftlinie liegt übrigens das Mittelmeer, nur um die Dimensionen zu veranschaulichen…). Mit der Metro ging es dann zum Hostel und das war, sagen wir mal, interessant ;-)
Es handelte sich um eine große, private Wohnung in der 7. Etage, deren einzelne Zimmer mit Hochbetten aufgefüllt worden waren, sodass ca. 12 Personen dort wohnen konnten. Wir waren in einem 8-Bett-Zimmer untergebracht, es gab für alle insgesamt zwei gemeinschaftliche Badezimmer, die Einrichtung war auch sehr schön, seht selbst:


was für ein Spülkasten, auf dem Zettel darüber steht übrigens die Begründung für den Zustand: Es gibt keine Ersatzteile mehr, daher können die den Kasten nicht reparieren
Auch das Bett war ein Traum, seitdem weiß ich auch, warum die Wörter Brett und Bett so ähnlich klingen, es gab nämlich keine Matratzen und so schliefen wir auf einem B(r)ett. Die Besitzerin war dafür aber total nett, es war auch ganz lustig, und wir wussten ja, dass es nur für drei Nächte sein sollte. Dachten wir zumindest zu diesem Zeitpunkt noch, dazu später noch mehr, an dieser Stelle sei aber schon mal gesagt, dass unser Aufenthalt im Hostel keine drei Nächte dauern sollte…
Nach dem Einchecken und anschließendem Essen (zur Abwechslung mal wieder bei der Kette mit dem großen M) ging es dann auf zum Highlight der Stadt, dem Kanton-Tower. Hier können Bilder glaube ich mehr sagen als Worte, trotzdem ein paar einleitende „facts“, dann die Fotos:
• die Architektur war der absolute Wahnsinn, auch wenn ich davon keine Ahnung habe, maße ich mir mal an, das als Laie sagen zu dürfen
• der Eintritt von 150 Yuen (oder 120 für Studenten (dabei zählen auch ausgedruckte Scans von Studentenausweisen, danke noch mal für den Service Lena ;-)) lohnt sich auf jeden Fall!!!
• allein mit dem Aufzug außen am Gebäude hochzufahren ist ein Erlebnis
• auf 433 Metern hat man einen atemberaubenden Ausblick auf die Stadt
• oder, um es mit einem Spruch aus der Fernsehgeschichte zu sagen: Das war SPITZE!!!

Und wo wir gerade bei ein paar Fakten waren, hier die erste Lektion, die wir schon am ersten Tag des Urlaubs gelernt haben:
Glaubt jedem Reiseführer, jeder Internetseite usw., die behaupten man sollte nicht (!!!) in der ersten Mai- oder Oktoberwoche verreisen, da es dann einfach zu voll ist. Man kann sich nicht vorstellen, was dann hier in China los ist, wenn gefühlt 1,0 Milliarden der 1,4 Milliarden Menschen unterwegs sind, weil sie frei haben. Die Metro war heillos überfüllt, auch die Innenstadt, es war unfassbar, vielleicht kann man es auf den Bildern erahnen, real war es noch mal eine Nummer härter…

Die Laune war trotzdem gut, und auch hier wieder das Spiel, wer findet die vier (!!!) Europäer
Dennoch haben wir uns abends auf die Suche nach einer Bar gemacht, sind aber leider wieder gescheitert, man muss halt wissen wo man sucht. Es waren zwar ohne Ende Menschen auf den Straßen unterwegs, aber eben nur auf den Straßen, Bars usw. haben wir keine gefunden. Auf dem Rückweg ins Hostels sind wir dann in einem Straßenrestaurant hängen geblieben. Hier gab es auch Kleinigkeiten zu essen und auch was zu trinken. Die Bierflaschen hier haben 600 ml, und das zu einem Preis von ca. 5 Yuen (0,50 EUR), das nenne ich mal günstiges Trinken ;-)) Die Bestellung des einen Wassers stellte die Kellner da schon vor eine größere Herausforderung, sie mussten extra ins Geschäft gegenüber, um eine einzelne Flasche zu kaufen, der Service stimmte also auch. Vom Geschmack her geht es mit dem Bier auch, also eigentlich noch ein ganz schöner Ausklang des ersten Abends.

Am zweiten Tag ging es dann weiter mit der Sightseeing-Tour. Gestartet sind wir mit dem Museum zur Ausgrabungsstätte eines alten Königs namens Nan-Yue. Hier war es ausnahmsweise mal leerer, könnte daran gelegen haben, dass es zwar ganz nett, aber jetzt auch nicht übermäßig interessant war, keine Ahnung, wer die tolle Idee hatte, oder war ich das?!. Auch hier mal ein paar Bilder:

...nein, das war noch nicht im Museum, sondern davor, Vater und Sohn gehen Luftballons verkaufen

Bequemens Kopfkissen, aus Keramik, das könnte natürlich auch eine geschichtliche Erklärung für unsere Hostelb(r)etten sein...

Na ja, beim Eingang war es dann mal richtig eng mit der Höhe. Übrigens, das was aussieht wie ein Bauchansatz ist keiner, sondern nur meine Brust-/Bauchtasche, nicht, dass ihr noch ganz falsche Eindrücke bekommt ;-)

Hier wieder die übliche Ladung Kultur, lest mal die Inschrift, hier wurden die Frauen sogar mit dem König eingemauert, bloß waren sie da noch am leben...
Im Anschluss daran stand der Park mit der Statue der fünf Ziegen auf dem Programm. Diesen Ziegen verdankt die Stadt ihren Namen, der „Stadt der Ziegen“. Es war im Park ein bisschen erholsamer, auch wenn es immer noch voll war. Bilder gefällig, hier kommen sie:
Dann ging es weiter, zuerst stand eine Pagode auf dem Programm, dann eine Moschee. Vom Anblick her war die Moschee selber nicht so der Knaller, da sie hinter einer Mauer lag, und wir auch nicht hinein gehen wollten. Das ganze muslimisch Viertel um die Moschee herum war aber sehr sehenswert, mal wieder ein ganz neuer Eindruck von China inkl. muslimischem Essen, das sehr lecker war.

Gassen im muslimischen Viertel
Auch in Guangzhou sind wir übrigens unserem Stil treu geblieben und haben ohne Ende Kilometer zu Fuß gemacht. Das könnte einer der Gründe sein, warum wir hier trotz „Essen ohne Ende“ nicht zunehmen. Zumindest ist das meine Erklärung, meine weiblichen Kolleginnen hier könnten sicherlich differenziertere Begründungen nennen, sie beschäftigen sich nämlich ausführlicher als ich mit dem Essen und seinen (vermeintlichen, aber bei keinem von uns auftretenden) Auswirkungen auf das Gewicht, ich esse einfach immer das, was mir schmeckt ;-) Und da die Hosen langsam immer weiter werden habe ich wohl auch noch nicht übermäßig zugenommen, auch wenn das für mich jetzt nicht das größte Problem wäre ;-))
Am Nachmittag sind wir dann auf die Insel Shamian in Guangzhou gegangen. Früher war es der Platz, an dem die europäischen Bewohner der Stadt gewohnt haben, für Chinesen war der Zugang zur Insel verboten. Dementsprechend ist auch die Architektur und der Baustil der Insel sehr europäisch geprägt. Auch die amerikanische und polnische Botschaft sind hier heute noch untergebracht. Es war ein netter Spaziergang um die Insel, hier gab es auch ein paar Cafés und Bars, in denen wir sitzen konnten, auch an der Gastronomie merkte man also den europäischen Einfluss. Auch dem Luxushotel „White Swan“ statteten wir einen Besuch ab, wenn auch nur von außen. Hier waren wir dann doch ein bisschen enttäuscht, laut Auskunft unserer Reiseführer sollte es eines der besten Hotels Chinas sein, aber zumindest von außen war es einfach nur ein Hochhaus ohne viel Charme. Umso besser muss also wohl der Service und die Inneneinrichtung sein…
...hier lässt es sich doch leben

Architektur die zweite

Zur Abwechslung mal wieder was kulinarisches, lecker aufgespießte und getrocknete Kröte, Snack für zwischendurch

Das "White Swan", lt. Reiseführer extrem elegantes Hotel, von außen aber jetzt nicht so der Knaller...
Bevor wir dann zur Schifffahrt (das Wort habe ich übrigens auch mal im Tutorium verwendet und an die Tafel geschrieben, im Anschluss daran habe ich dann erst mal fünf Minuten erklärt, warum da drei mal „f“ steht. Danke neue deutsche Rechtschreibung…) gestartet sind waren wir erst mal wieder was essen. Hier erlebte ich leider eine Enttäuschung, im Glauben einfach ein Glas Milch bestellt zu haben, da ich keinen Hunger hatte, war ich vom angedickten, heißen Reiswasser das ich bekam dann doch etwas enttäuscht. Aber was solls, so hatte ich ein bisschen was warmes im Magen und war wieder um eine Erfahrung reicher. Auch die anderen bekamen nicht zwingend das, was sie erwartet hatten:

das kann man mit dem Wasser, das beim Reiskochen übrig bleibt also auch noch machen...
Ja Anne, das ist mal ne Riesenportion...
Anschließend saßen wir dann noch mit ein paar Bier und Keksen auf der Promenade, da wir nur Karten für die Schifffahrt (ich benutze dieses Wort so gerne ;-)) zu späterer Stunde bekommen hatten, es war halt „Golden Week“. Dafür wurden wir dann auch auf der Fahrt mit schönen Bildern belohnt:
Das "White Swan" in der Nacht, sieht aus wie ein leuchtender Wellenbrecher
Zum Glück hatten wir nicht Karten für die allerletzte Fahrt bekommen, da waren viele Lichter an den Hochhäusern nämlich schon ausgeschaltet, sodass der Anblick doch ein wenig an Reiz verloren hätte, auch wenn es aus ökologischen Gründen ja doch ganz vernünftig ist…
Nach der Taxifahrt zurück Richtung Hostel saßen wir dann wieder in (einem anderen) Straßenrestaurant in der Nähe unseres Hostels und haben dort auf Mitternacht gewartet. Am 03.10. hatte nämlich Viktoria Geburtstag und wir wollten natürlich noch singen und gratulieren. Die Chinesen im Restaurant fanden uns zwar ein ein bisschen komisch, hatten aber auch ihren Spaß an unseren Gesangskünsten.
Am 03.10. stand dann wie gesagt der Geburtstag von Viktoria auf dem Programm, darum machten Sonja und ich uns morgens auf den Weg, um Kuchen, Brot und Brötchen sowie Kaffee für ein entsprechendes Frühstück zu besorgen. Es lief auf viel Süßgebäck hinaus, das kriegt man hier in rauen Mengen, klassisches Brot und Brötchen sind hier eher seltener. Im Hostel deckten wir dann den Tisch, sogar einen Luftballon konnten wir auftreiben. Eigentlich wollten wir ihn kaufen, aber die Apothekerin schenkte ihn uns einfach und hatte ihren Spaß, dass die Deutschen ihre Deko kaufen wollten ;-)
Nach dem ausführlichen und reichhaltigen Frühstück ging es dann weiter. Aber zunächst mal...
...richtig, die Bilder
Auf dem Plan für den Tag stand diesmal nur eine Sache: SHOPPING
Also ein Tag, wie gemacht für mich, auch ansonsten kennt man mich ja als den absoluten Shopping-Fanatiker ;-)
Nein im Ernst, es war ein lustiger Tag, natürlich auch wieder brechenvoll, aber mit einer gewissen Körperlänge kann man so ziemlich über alle Köpfe hinweg gucken, und dann sieht das schon ganz lustig aus.

In der Einkaufsstraße gab es Einkaufszentren, wie man sie auch bei uns kennt. Allerdings baut man hier einfach mal Zentren, ohne zu wissen, wie viel davon nachher vermietet wird, daher passiert es schon mal, dass von den 5 Etagen nur die untersten beiden komplett vermietet sind, die anderen Etagen sind nahezu leer.
Auch wurde in diesen Einkaufszentren deutlich, dass die Unterschiede zwischen reichen und ärmeren Chinesen eklatant sind. In den Zentren waren die Preise schon sehr europäisch, bedenkt man, dass es manche Studenten hier bei uns gibt, die von vielleicht 200 Yuen, also 20 EUR, im Monat leben müssen ist die Schere also schon sehr groß.
Richtig interessant wurde es dann in den Nebengassen, hier gab es nämlich die günstigen Varianten der „Originalware“. Gucci, Versace, adidas, Nike usw., so weit das Auge reichte. Dabei fühlte man sich wie auf einem Basar, vom ursprünglichen Preis, den der Verkäufer forderte konnte man getrost ein Drittel nennen, um sich dann irgendwann bei ziemlich genau der Hälfte zu einigen. Auch das war spaßig, außerdem gab es hier auch Schuhe in meiner Größe, was in den Schuhläden in der Haupteinkaufsstraße nicht der Fall war, dort hatte ich nach fünf vergeblichen Versuchen auch keine Lust mehr…
So konnte also auch ich adidas-Schuhe und eine Winterjacke kaufen und der Tag war auch für mich von Erfolg gekrönt, wenn auch die Ausbeute bei dem ein oder anderen deutlich größer war.

auch Anne war erfolgreich beim Schuhe shoppen, ratet mal wem welche Füße gehören ;-)
Auf der Rückfahrt mit der Metro bekamen Sonja, Anne und ich dann einen Anruf von Viktoria und Artur, die schon im Hostel waren da wir den schon den ganzen Tag über getrennt unterwegs waren. Und dieser Anruf war der Anfang einer Geschichte, die wir wohl auf jeden Fall in Erinnerung behalten werden ;-)
So war wohl die Polizei im Hostel und hat die Besitzer vernommen. Wir sollten also auf jeden Fall zunächst mal nicht ins Hostel kommen, sondern ein Stück weiter weg bleiben. So ganz legal war der Betrieb des Hostels dann anscheinend wohl doch nicht in der Privatwohnung, das war zumindest unsere Vermutung. Offizielle Begründung war, dass einer der chinesischen Gäste entführt worden sein sollte und wir daher nicht im Hostel bleiben könnten. Die Polizei müsste die ganze Nacht dortbleiben und das würde uns dann zu sehr stören (wir waren uns nicht so ganz sicher, welche Begründung uns jetzt mehr verunsichert ;-))
Na ja, schlussendlich stand dann eine rasche Abreise an, Artur und Viktoria brachten (fast) alle unsere Sachen mit nach unten und schleppten sich kaputt beim Gepäck von fünf Personen (DANKE für euren Einsatz auch noch mal an dieser Stelle). Mit unseren Sachen, zwei weiteren Gästen, der Besitzerin sowie einem Polizisten ging es dann eine Straße weiter in ein Hotel. Hier kostete die Nacht statt 40 Yuen wie im Hostel dann 500 Yuen, und das Beste: Nicht wir, sondern die Besitzerin des Hostels musste das bezahlen!!!
Das bedeutete für uns, eine Nacht im 4-Sterne-Hotel zum Preis einer Hostel-Übernachtung. Für die Besitzerin tat es uns zwar ein bisschen leid, aber was sollte man machen… Hier der Vergleich der Unterkünfte:

hier zur Erinnerung noch mal die Toilette vom Hostel...

...und hier die aus dem Hotel
Dann machten wir uns fertig, um abends feiern zu gehen, es war ja immer noch Viktorias Geburtstag (den sie so schnell wohl nicht vergessen wird ;-)). So schick gemacht ging es dann los:
Nachdem wir essen (lecker Sushi) waren gingen wir in zwei verschiedene Clubs feiern.

Eins noch zum Essen: Wir haben Frühlingsrollen gefunden, und sie schmecken wie beim Chinesen bei uns
Genau wie beim letzten Mal in Peking gibt es die Bilder dann auch hier erst nach der Rückkehr als Live-Präsentation, und nicht im Internet ;-)
Am nächsten Tag, unserem letzten in Guangzhou, haben wir dann erst mal „ausgeschlafen“ und sind um zehn vor zehn zum Frühstück gegangen, da es bis zehn Uhr Buffet geben sollte. Bis zehn Uhr heißt in China aber wohl nicht wie bei uns bis zum zehn Uhr anfangen, sondern um zehn Uhr fertig sein. Also packten wir uns die Teller einmal gut voll und ließen uns von den um uns herum aufräumenden und putzenden Angestellten auch nicht stören. In China ist nach dem Essen eben nach dem Essen, und wenn putzen auf dem Plan steht, dann halten einen auch zahlende Hotelgäste nicht davon ab ;-)
Anschließend stand noch ein Tag zur freien Verfügung an. Ab dem Mittagessen hatte ich dann irgendwann genug vom Shopping und nach einem Blick auf den U-Bahn-Plan erregte die Station „Hi-Tech Financial Zone“ meine Aufmerksamkeit. Da kann man sich ja bestimmt mal die chinesische Banken usw. anschauen, so zumindest meine Vermutung.
Komisch war schon, dass ich der einzige war, der an der Station ausgestiegen war und auch in der ganzen Station der einzige war.
Die Frage des Wachmannes „Do you really want to exit here“ machte mich dann endgültig sehr, sehr nachdenklich. Oben am Ausgang der Station war mir dann auch klar, warum. Es war einfach nur eine riesige Baustelle, sonst gab es dort nichts. Dementsprechend entsetzt/überrascht schauten mich die Bauarbeiter dann auch an. Ich machte einen kurzen Spaziergang, drehte mich um und stieg in die nächste Bahn in die andere Richtung an. Die Infrastruktur stimmte also schon mal in China, der Rest entsteht jetzt in den kommen den Jahren.
Die Moral von der Geschicht, U-Bahn-Plänen traut man nicht…
Den restlichen Tag verbrachte ich dann wieder in der Innenstadt, vor allem Dingen mit Essen und anderen, wichtigen Dingen ;-)

Straßensänger auf Chinesisch, gleichzeitig auch Alleinunterhalter
Abends schlugen wir dann noch ein wenig Zeit im Hotel tot, dann ging es zum Bahnhof um mit dem Nachtzug (14 Stunden Fahrtzeit) Richtung Xiamen aufzubrechen.
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alex_w am 29. September 11
So wie versprochen hier der nächste Eintrag etwas zeitnaher als der letzte, es geht um unsere „normales“ Alltagsleben und die Planungen für die Golden Week.
Diese Woche stand neben den normalen Tutorien, die übrigens sehr gut laufen, auch wenn der Markets-Stoff inzwischen doch recht umfangreich geworden ist, sodass wir heute am Donnerstag sogar die Vorlesung besucht haben, um uns den Stoff noch einmal vertieft anzuhören…
Am Mittwochabend waren wir von Hr. Haederle zum Essen eingeladen, es gab Spaghetti Bolognese, die sehr, sehr lecker war. Wie ihr am Essen merkt meint eingeladen in diesem Fall also selber gekocht von Hr. Haederle. Und weil es so lecker war habe ich sofort mal drei Teller „verputzt“, zum Glück war Hr. Qiu auch da. Er ist genau wie ich mit einem gesunden Appetit gesegnet und somit aßen wir beide ausreichend Spaghetti, sie waren einfach zu gut.
Heute (also Donnerstag) stand dann abends der nächste Programmpunkt auf dem Programm, es war deutscher Abend. Den richten die Studenten des ersten Semesters normalerweise so alle zwei Wochen einmal aus. Es gibt jeweils Vorträge von den Studenten und von uns Tutoren. Diesmal hatten Artur und Viktoria die Aufgabe übernommen, etwas vorzubereiten. Ihre Präsentation über ihre Heimatstadt Hamburg war eine sehr kurzweilige und amüsante Geschichte. Außerdem machten sie, so wie es sich für Hamburger gehört, ordentlich Werbung für die Stadt an der Elbe, wenn jetzt nicht mindestens 50% der Studenten während ihres Aufenthalts in Deutschland nach Hamburg kommen würde, wäre ich überrascht ;-)
Am Samstag geht es dann für uns in den (wohlverdienten ;-)) Kurzurlaub. Wir fliegen zunächst von Jinan nach Guangzhou, und am Dienstag dann mit dem Nachtzug weiter nach Xiamen. Am Donnerstagabend geht es von dort dann wieder „nach Hause“ (inzwischen fühlt es sich hier tatsächlich wie zuhause an…).
So ist zumindest der Plan. Allerdings gab es heute einen Taifun in Hongkong, und Hongkong liegt nur ca. 100 km Luftlinie von Guangzhou entfernt, ich bin mal gespannt. Heute wurden noch alle Flüge abgesagt, aber ich hoffe mal einfach, dass kein Wirbelsturm 2 Tage anhält und wir dann fliegen können. Ihr müsst euch aber keine Gedanken machen, wenn ihr dann die nächste Woche nichts von mir hört, liegt dann hoffentlich nur daran, dass ich unterwegs bin und nicht daran, dass ich „vom Winde verweht“ wurde…
In diesem Sinne bis nächste Woche,
Diese Woche stand neben den normalen Tutorien, die übrigens sehr gut laufen, auch wenn der Markets-Stoff inzwischen doch recht umfangreich geworden ist, sodass wir heute am Donnerstag sogar die Vorlesung besucht haben, um uns den Stoff noch einmal vertieft anzuhören…
Am Mittwochabend waren wir von Hr. Haederle zum Essen eingeladen, es gab Spaghetti Bolognese, die sehr, sehr lecker war. Wie ihr am Essen merkt meint eingeladen in diesem Fall also selber gekocht von Hr. Haederle. Und weil es so lecker war habe ich sofort mal drei Teller „verputzt“, zum Glück war Hr. Qiu auch da. Er ist genau wie ich mit einem gesunden Appetit gesegnet und somit aßen wir beide ausreichend Spaghetti, sie waren einfach zu gut.
Heute (also Donnerstag) stand dann abends der nächste Programmpunkt auf dem Programm, es war deutscher Abend. Den richten die Studenten des ersten Semesters normalerweise so alle zwei Wochen einmal aus. Es gibt jeweils Vorträge von den Studenten und von uns Tutoren. Diesmal hatten Artur und Viktoria die Aufgabe übernommen, etwas vorzubereiten. Ihre Präsentation über ihre Heimatstadt Hamburg war eine sehr kurzweilige und amüsante Geschichte. Außerdem machten sie, so wie es sich für Hamburger gehört, ordentlich Werbung für die Stadt an der Elbe, wenn jetzt nicht mindestens 50% der Studenten während ihres Aufenthalts in Deutschland nach Hamburg kommen würde, wäre ich überrascht ;-)
Am Samstag geht es dann für uns in den (wohlverdienten ;-)) Kurzurlaub. Wir fliegen zunächst von Jinan nach Guangzhou, und am Dienstag dann mit dem Nachtzug weiter nach Xiamen. Am Donnerstagabend geht es von dort dann wieder „nach Hause“ (inzwischen fühlt es sich hier tatsächlich wie zuhause an…).
So ist zumindest der Plan. Allerdings gab es heute einen Taifun in Hongkong, und Hongkong liegt nur ca. 100 km Luftlinie von Guangzhou entfernt, ich bin mal gespannt. Heute wurden noch alle Flüge abgesagt, aber ich hoffe mal einfach, dass kein Wirbelsturm 2 Tage anhält und wir dann fliegen können. Ihr müsst euch aber keine Gedanken machen, wenn ihr dann die nächste Woche nichts von mir hört, liegt dann hoffentlich nur daran, dass ich unterwegs bin und nicht daran, dass ich „vom Winde verweht“ wurde…
In diesem Sinne bis nächste Woche,
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alex_w am 27. September 11
So nach fast einer Woche Pause beim Schreiben meines Blogs kommt heute der nächste Eintrag. Es tut mir leid, dass ich so faul war, habe auch schon ein schlechtes Gewissen ;-) Die letzte Woche war aber auch echt zu viel zu tun, sodass ich schlicht und ergreifend nicht dazu gekommen bin, euch die Neuigkeiten aus dem Reich der Mitte mitzuteilen, daher an dieser Stelle mal wieder ein etwas ausführlicher Bericht zum Wochenende in Peking und zu ein paar „Events“ der letzten Woche.
So hat Hr. Haederle in der letzten Wochen einige Studenten und uns zum Essen eingeladen. Für die Studenten war es der Preis, weil sie letztes Semester bei einem Unternehmensplanspiel gewonnen hatten. Auch hier entstanden ganz lustige Fotos:
Zunächst mal streng westfälisch getrennt...
... nach Männern
... und Frauen
Dann aber auch mit allen zusammen ;-)
Zum ersten Mal stand dann am Wochenende eine Trennung unserer Tutoren-Gruppe an, da wir alle etwas andere Pläne hatten. Ich wollte wie gesagt nach Peking, in erster Linie um mich dort mit Hr. Henning, dem Ehemann unserer Dozentin, zu treffen und ihn für meinen wissenschaftlichen Aufsatz zu interviewen. Wenn man aber schon mal in Peking ist, dann nutzt man die Zeit natürlich auch für Freizeitgestaltung. Artur und Viktoria wollten gerne auf den TaiShan und haben dieses Abenteuer von Samstag auf Sonntagnacht auch erfolgreich absolviert. Anne und Sonja haben das Wochenende ebenfalls in Tai´an verbracht und unter anderem ein Gedicht für unser Institut aufgesagt, (in Chinesisch versteht sich ;-))
Somit fuhr ich als einziger „Tai´aner“ nach Peking, aber nicht, um dort alleine zu bleiben. Ich war mit den neun Tutoren aus Tayuan verabredet, eine nette Gelegenheit die auch mal wieder zu treffen.
Hier mal vorab das Wochenende der anderen Tutoren in Bildern, da ich erfahren habe, dass auch die Freunde und Verwandten von ihnen den Blog hier lesen, daher also mal die Infos vorne weg:
Artur und Viktoria vor dem Aufstieg zum TaiShan mit den Studenten, die sie begleitet haben
Und mit den Beweisfotos, das es tatsächlich richtig tolle Sonnenaufgänge auf dem TaiShan gibt
Hier dann Anne und Sonja beim Aufsagen des Gedichts...

... und beim anschließenden Gruppenfoto, irgendwie findet man uns auf solchen Fotos ja immer recht schnell
So ging es für mich am Freitagabend also mit dem Nachtzug vom Bahnhof los (zunächst hatte ich letzte Woche die falsche Karte gekauft, aber mit der Hilfe von Hr. Qiu konnte ich alles wieder beheben, ein weiterer Beweis, wie wichtig er ist…). Da nur noch wenige Karten frei waren, hatte ich den Luxus des „Soft-Sleepers“, ein abgetrenntes Abteil mit nur vier, statt der üblichen sechs Betten. Wir waren sogar nur zu zweit im Abteil, schade nur, dass mein Zugnachbar geschnarcht hat ohne Ende, und das in einer wahnsinnigen Lautstärke (mir fällt gerade auf, das ich bislang meinen Vater in meinem Blog noch gar nicht erwähnt habe, mache ich an dieser Stelle natürlich auch nicht, komisch nur, dass mir das gerade jetzt in den Sinn kommt ;-)). Somit war meine Nachtruhe um vier Uhr zu Ende, na ja, ein paar Stunden Schlaf hatte ich ja…
Ankunft in Peking war dann um viertel nach fünf morgens, und was macht man dann natürlich??? Richtig, direkt mit dem Sightseeing starten und auf zum Tian´anmen-Platz, dem angeblich größten, innerstädtischen Platz der Welt. Gebaut wurde er anlässlich der Revolution im Jahr 1949 (wie ihr seht bilde ich mich hier natürlich auch weiter, und davon sollt ihr auch ruhig was haben ;-))
Naiv, wie ich war, dachte ich natürlich, dass der Platz um die Uhrzeit etwas leerer wäre, aber da hatte ich mich wohl doch vertan. Er war voll, selbst geführte Touren wurden schon angeboten.
zu den guten Gärtnern in China hatte ich ja schon mal was gesagt, hier also ein weiterer Beweis
Die Volkskongresshallen, sozusagen das "Reichstagsgebäude auf Chinesisch"
Allerdings waren es fast ausnahmslos inner-chinesische Touristen, Europäer habe ich keine gesehen, auch wenn mich das für Peking etwas gewundert hatte. Das hatte dann allerdings auch hier den Effekt, dass meine Ausbildung zum Fotomodell ihre nächste Stufe erreicht hatte und ich mindestens zehn bis zwanzig Fotos mit verschiedensten Menschen machen durfte. Bei einer Gruppe war das allerdings sehr lustig, aber seht selbst:

Zunächst mal mit "normalen" Chinesen (die Brille habe ich noch auf, weil ich ja Nachtzug gefahren war, und mit Kontaktlinsen ist das mit dem Schlafen halt doof...)
Dann aber wurde es lustig, irgendwie war ein Krankenhaus auf Betriebsausflug, und zwar in Arbeitskleidung.

Ich habe nicht gezählt, aber es waren weit mehr als 100 Krankenschwestern...
Und irgendwann hatten die mich dann auch entdeckt, und ich glaube ich habe gefühlt mit jeder Station (so ca. 20 Schwestern) Fotos gemacht, war ganz lustig. Leider ist das folgende Bild das einzige, was ich auf mein Handy gekriegt habe, irgendwie haben die nicht so ganz verstanden, das sie mit meinem Handy auch mal ein Foto machen sollten:

Die Tutoren aus Tayuan waren bereits am Freitagabend angereist und ich war mit ihnen im Hostel verabredet, um mich ebenfalls dort einzuquartieren. Da es allerdings erst acht Uhr morgens war und ich sie nicht ganz so früh wecken wollte ging ich erst mal einen leckeren Cappuccino bei Mc´Donalds trinken, außerdem gab es ein Stück Kuchen (merke, esst keinen Schoko-Grünen-Tee-Kuchen, das ist nicht so der Brüller, der Kaffee war aber wie gesagt gut…).
So gestärkt ging es dann ins Hostel. Nach der Begrüßung der anderen ging es dann los, natürlich erst mal zum Frühstück, die anderen hatten ja noch nix und mit einem Stück Kuchen im Magen kann man ja durchaus noch einmal frühstücken ;-)
Wir waren in einem schönen Restaurant mit leckerem, europäischen Frühstück. Es gab alles, was das Herz begehrt, leckeres Brot und Brötchen, Käse, Aufstrich, Spiegeleier, Omelette, Würstchen, Speck, Früchte, Müsli, Joghurt, frische Milch usw. ;-) Insbesondere die Tayuan´ner waren begeistert, ihnen ging geradezu das Herz auf. Bei Ihnen im Hotel gibt es immer nur warmes, weiches Frühstück, eine Wohnung hat da also doch so ihre Vorteile, auch wenn man selber putzen muss…
Nachdem wir uns alle einmal (oder zweimal…) gestärkt hatten konnte die Sightseeing-Tour beginnen. Erstes Ziel war die verbotene Stadt in Peking. Hier wohnte über 500 Jahre lang der Kaiser mit seinen, aufgepasst (!!!), über 5000 Frauen. Ja, ihr lest richtig, 5000 Frauen, deswegen war es wie gesagt auch über 500 Jahre lang verboten die Stadt zu betreten, erst 1949 nach der Revolution durch Mao durfte man wieder herein. Beaufsichtigt wurden die Frauen übrigens von Eunuchen, sollte jemand nicht wissen, was das ist könnt ihr ja mal bei Wikipedia nachschauen, es gibt auf jeden Fall angenehmere Dinge ;-)
Hier die Fotos zum Event:
Voll war es natürlich auch hier, der Weg zum Eingang

Achtet mal auf die Größenverhältnisse, beeindruckend große Gebäude, aber 5000 Frauen müssen ja auch irgendwo wohnen ;-)


Nachmittags trennten sich dann unsere Wege, ich musste zu meinem Interview-Termin mit Hr. Henning. Dazu nutzte ich die U-Bahn (für 2 Yuen kann man so weit fahren, wie man möchte, in ganz Peking, richtig günstig) und ein Taxi. Unser Treffpunkt, der „798 Art District“ lag nämlich etwas außerhalb. Die Fahrt hatte sich aber auf jeden Fall gelohnt, Café´s, Kneipen, Restaurants, Atteliers, Foto-Studios, Straßenmaler, es ist das neue „In-Viertel“ Pekings, ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Das Interview selbst war dann auch sehr ergiebig, ich habe jetzt sogar schon eine Ahnung, worüber ich meine Bachelor-Thesis schreiben könnte, juhu…
Dann ging es (etwas unter Zeitdruck) zurück ins Hostel, um halb acht war ich mit den anderen zur Weiterfahrt zu Schindler´s Tankstelle verabredet. Es reichte noch um mich umzuziehen und mir etwas Wasser ins Gesicht zu „werfen“. Schindlers Tankstelle ist ein deutsches Restaurant, mit echtem deutschem Essen und verschiedenen Bieren aus Deutschland (für mich gab es dann auch ein, zwei, drei… leckere Weizen, das findet man sonst eher selten).
Sollte jemand mal Interesse haben, hier die "Anweisung" für den Taxifahrer (inkl. chinesischer Zeichen):
Schaut mal wie glücklich alle reinschauen, Schnitzel mit Pommes…


Stewardessen?!
Da Marco am Sonntag noch Geburtstag hatte, ging es nach dem Essen weiter zu einem Club, um entsprechend in den Geburtstag reinzufeiern.
Und man kann sagen, das ist uns auch ausgezeichnet gelungen, Einzelheiten bleiben aber innerhalb der Gruppe, muss ja nicht alles in einen Blog rein ;-)
Seit dem Abend hatte ich dann auch meinen Spitznamen (Tai´an, wie kreativ ;-)) weg, so ist das halt, wenn man als einziger von unserem Standort dazu stößt…
Nachdem wir am nächsten Morgen etwas länger geschlafen hatten und dann (manche mehr, manche weniger) fit waren ging es weiter in der Sightseeing-Tour, die Olympia-Stätten standen auf dem Programm.
Fazit:
• beeindruckende Architektur
• Wahnsinn, wenn man sich vorstellt, dass seit Olympia 2008 keine Sportveranstaltungen mehr hier stattfinden
• Smog gibt es in Peking genug
• Wenn die Chinesen etwas aufziehen, dann auch richtig und imposant
Im Hintergrund im Smog zu erahnen, das "Vogelnest"
Noch mal aus der Nähe
Aquatic Center
Ja, ich war wirklich hier ;-)
interessante Architektur, aber ich habe keine Ahnung, wofür das gut sein soll...
Und was kann man auf diesem Bild besonders schön an den Laternen erkennen???
Richtig, den Smog, weil irgendwann sieht man halt keine Laternen mehr...
Da es nun schon früher Nachmittag war mussten wir langsam schon den Heimweg planen, unsere Züge gingen jeweils so gegen sechs Uhr. Also machten wir uns mit der U-Bahn auf Richtung Hostel, die anderen mussten noch ihr Gepäck holen, ich hatte meines zwar dabei, wollte aber auch noch in die Einkaufsstraßen, die es in der Nähe gab.
Hier liefen wir noch einmal durch, es gab noch Eis, und dann ging es zum Bahnhof und mit dem Zug zurück.
Ziemlich müde und erschöpft (man merkte doch irgendwie den Schlafmangel von Samstag ;-)) war ich dann gegen halb zehn wieder in Tai´an und nach dem kurzen Austausch mit den anderen Tutoren konnte ich dann auch gut schlafen.
Diese Woche laufen die Tutorien im Fach Markets, also Mikroökonomik, an. Es ist ganz angenehm, vom Stoff her ist es auch zu schaffen.
Ganz aktuell laufen schon wieder die Planungen für die „Golden Week“, die nächste Woche ist. Also frei und viel Reisen, Samstag geht es los. Was wir genau geplant haben dann in den nächsten Tagen im Blog, diesmal wird es auch keine Woche dauern, bis ich mal wieder was schreibe, versprochen…
Bis bald,
So hat Hr. Haederle in der letzten Wochen einige Studenten und uns zum Essen eingeladen. Für die Studenten war es der Preis, weil sie letztes Semester bei einem Unternehmensplanspiel gewonnen hatten. Auch hier entstanden ganz lustige Fotos:
Zunächst mal streng westfälisch getrennt...
... nach Männern
... und Frauen
Dann aber auch mit allen zusammen ;-)
Zum ersten Mal stand dann am Wochenende eine Trennung unserer Tutoren-Gruppe an, da wir alle etwas andere Pläne hatten. Ich wollte wie gesagt nach Peking, in erster Linie um mich dort mit Hr. Henning, dem Ehemann unserer Dozentin, zu treffen und ihn für meinen wissenschaftlichen Aufsatz zu interviewen. Wenn man aber schon mal in Peking ist, dann nutzt man die Zeit natürlich auch für Freizeitgestaltung. Artur und Viktoria wollten gerne auf den TaiShan und haben dieses Abenteuer von Samstag auf Sonntagnacht auch erfolgreich absolviert. Anne und Sonja haben das Wochenende ebenfalls in Tai´an verbracht und unter anderem ein Gedicht für unser Institut aufgesagt, (in Chinesisch versteht sich ;-))
Somit fuhr ich als einziger „Tai´aner“ nach Peking, aber nicht, um dort alleine zu bleiben. Ich war mit den neun Tutoren aus Tayuan verabredet, eine nette Gelegenheit die auch mal wieder zu treffen.
Hier mal vorab das Wochenende der anderen Tutoren in Bildern, da ich erfahren habe, dass auch die Freunde und Verwandten von ihnen den Blog hier lesen, daher also mal die Infos vorne weg:
Artur und Viktoria vor dem Aufstieg zum TaiShan mit den Studenten, die sie begleitet haben
Und mit den Beweisfotos, das es tatsächlich richtig tolle Sonnenaufgänge auf dem TaiShan gibt
Hier dann Anne und Sonja beim Aufsagen des Gedichts...

... und beim anschließenden Gruppenfoto, irgendwie findet man uns auf solchen Fotos ja immer recht schnell
So ging es für mich am Freitagabend also mit dem Nachtzug vom Bahnhof los (zunächst hatte ich letzte Woche die falsche Karte gekauft, aber mit der Hilfe von Hr. Qiu konnte ich alles wieder beheben, ein weiterer Beweis, wie wichtig er ist…). Da nur noch wenige Karten frei waren, hatte ich den Luxus des „Soft-Sleepers“, ein abgetrenntes Abteil mit nur vier, statt der üblichen sechs Betten. Wir waren sogar nur zu zweit im Abteil, schade nur, dass mein Zugnachbar geschnarcht hat ohne Ende, und das in einer wahnsinnigen Lautstärke (mir fällt gerade auf, das ich bislang meinen Vater in meinem Blog noch gar nicht erwähnt habe, mache ich an dieser Stelle natürlich auch nicht, komisch nur, dass mir das gerade jetzt in den Sinn kommt ;-)). Somit war meine Nachtruhe um vier Uhr zu Ende, na ja, ein paar Stunden Schlaf hatte ich ja…
Ankunft in Peking war dann um viertel nach fünf morgens, und was macht man dann natürlich??? Richtig, direkt mit dem Sightseeing starten und auf zum Tian´anmen-Platz, dem angeblich größten, innerstädtischen Platz der Welt. Gebaut wurde er anlässlich der Revolution im Jahr 1949 (wie ihr seht bilde ich mich hier natürlich auch weiter, und davon sollt ihr auch ruhig was haben ;-))
Naiv, wie ich war, dachte ich natürlich, dass der Platz um die Uhrzeit etwas leerer wäre, aber da hatte ich mich wohl doch vertan. Er war voll, selbst geführte Touren wurden schon angeboten.
zu den guten Gärtnern in China hatte ich ja schon mal was gesagt, hier also ein weiterer Beweis
Die Volkskongresshallen, sozusagen das "Reichstagsgebäude auf Chinesisch"
Allerdings waren es fast ausnahmslos inner-chinesische Touristen, Europäer habe ich keine gesehen, auch wenn mich das für Peking etwas gewundert hatte. Das hatte dann allerdings auch hier den Effekt, dass meine Ausbildung zum Fotomodell ihre nächste Stufe erreicht hatte und ich mindestens zehn bis zwanzig Fotos mit verschiedensten Menschen machen durfte. Bei einer Gruppe war das allerdings sehr lustig, aber seht selbst:

Zunächst mal mit "normalen" Chinesen (die Brille habe ich noch auf, weil ich ja Nachtzug gefahren war, und mit Kontaktlinsen ist das mit dem Schlafen halt doof...)
Dann aber wurde es lustig, irgendwie war ein Krankenhaus auf Betriebsausflug, und zwar in Arbeitskleidung.

Ich habe nicht gezählt, aber es waren weit mehr als 100 Krankenschwestern...
Und irgendwann hatten die mich dann auch entdeckt, und ich glaube ich habe gefühlt mit jeder Station (so ca. 20 Schwestern) Fotos gemacht, war ganz lustig. Leider ist das folgende Bild das einzige, was ich auf mein Handy gekriegt habe, irgendwie haben die nicht so ganz verstanden, das sie mit meinem Handy auch mal ein Foto machen sollten:

Die Tutoren aus Tayuan waren bereits am Freitagabend angereist und ich war mit ihnen im Hostel verabredet, um mich ebenfalls dort einzuquartieren. Da es allerdings erst acht Uhr morgens war und ich sie nicht ganz so früh wecken wollte ging ich erst mal einen leckeren Cappuccino bei Mc´Donalds trinken, außerdem gab es ein Stück Kuchen (merke, esst keinen Schoko-Grünen-Tee-Kuchen, das ist nicht so der Brüller, der Kaffee war aber wie gesagt gut…).
So gestärkt ging es dann ins Hostel. Nach der Begrüßung der anderen ging es dann los, natürlich erst mal zum Frühstück, die anderen hatten ja noch nix und mit einem Stück Kuchen im Magen kann man ja durchaus noch einmal frühstücken ;-)
Wir waren in einem schönen Restaurant mit leckerem, europäischen Frühstück. Es gab alles, was das Herz begehrt, leckeres Brot und Brötchen, Käse, Aufstrich, Spiegeleier, Omelette, Würstchen, Speck, Früchte, Müsli, Joghurt, frische Milch usw. ;-) Insbesondere die Tayuan´ner waren begeistert, ihnen ging geradezu das Herz auf. Bei Ihnen im Hotel gibt es immer nur warmes, weiches Frühstück, eine Wohnung hat da also doch so ihre Vorteile, auch wenn man selber putzen muss…
Nachdem wir uns alle einmal (oder zweimal…) gestärkt hatten konnte die Sightseeing-Tour beginnen. Erstes Ziel war die verbotene Stadt in Peking. Hier wohnte über 500 Jahre lang der Kaiser mit seinen, aufgepasst (!!!), über 5000 Frauen. Ja, ihr lest richtig, 5000 Frauen, deswegen war es wie gesagt auch über 500 Jahre lang verboten die Stadt zu betreten, erst 1949 nach der Revolution durch Mao durfte man wieder herein. Beaufsichtigt wurden die Frauen übrigens von Eunuchen, sollte jemand nicht wissen, was das ist könnt ihr ja mal bei Wikipedia nachschauen, es gibt auf jeden Fall angenehmere Dinge ;-)
Hier die Fotos zum Event:
Voll war es natürlich auch hier, der Weg zum Eingang

Achtet mal auf die Größenverhältnisse, beeindruckend große Gebäude, aber 5000 Frauen müssen ja auch irgendwo wohnen ;-)


Nachmittags trennten sich dann unsere Wege, ich musste zu meinem Interview-Termin mit Hr. Henning. Dazu nutzte ich die U-Bahn (für 2 Yuen kann man so weit fahren, wie man möchte, in ganz Peking, richtig günstig) und ein Taxi. Unser Treffpunkt, der „798 Art District“ lag nämlich etwas außerhalb. Die Fahrt hatte sich aber auf jeden Fall gelohnt, Café´s, Kneipen, Restaurants, Atteliers, Foto-Studios, Straßenmaler, es ist das neue „In-Viertel“ Pekings, ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Das Interview selbst war dann auch sehr ergiebig, ich habe jetzt sogar schon eine Ahnung, worüber ich meine Bachelor-Thesis schreiben könnte, juhu…
Dann ging es (etwas unter Zeitdruck) zurück ins Hostel, um halb acht war ich mit den anderen zur Weiterfahrt zu Schindler´s Tankstelle verabredet. Es reichte noch um mich umzuziehen und mir etwas Wasser ins Gesicht zu „werfen“. Schindlers Tankstelle ist ein deutsches Restaurant, mit echtem deutschem Essen und verschiedenen Bieren aus Deutschland (für mich gab es dann auch ein, zwei, drei… leckere Weizen, das findet man sonst eher selten).
Sollte jemand mal Interesse haben, hier die "Anweisung" für den Taxifahrer (inkl. chinesischer Zeichen):
Schaut mal wie glücklich alle reinschauen, Schnitzel mit Pommes…


Stewardessen?!
Da Marco am Sonntag noch Geburtstag hatte, ging es nach dem Essen weiter zu einem Club, um entsprechend in den Geburtstag reinzufeiern.
Und man kann sagen, das ist uns auch ausgezeichnet gelungen, Einzelheiten bleiben aber innerhalb der Gruppe, muss ja nicht alles in einen Blog rein ;-)
Seit dem Abend hatte ich dann auch meinen Spitznamen (Tai´an, wie kreativ ;-)) weg, so ist das halt, wenn man als einziger von unserem Standort dazu stößt…
Nachdem wir am nächsten Morgen etwas länger geschlafen hatten und dann (manche mehr, manche weniger) fit waren ging es weiter in der Sightseeing-Tour, die Olympia-Stätten standen auf dem Programm.
Fazit:
• beeindruckende Architektur
• Wahnsinn, wenn man sich vorstellt, dass seit Olympia 2008 keine Sportveranstaltungen mehr hier stattfinden
• Smog gibt es in Peking genug
• Wenn die Chinesen etwas aufziehen, dann auch richtig und imposant
Im Hintergrund im Smog zu erahnen, das "Vogelnest"
Noch mal aus der Nähe
Aquatic Center
Ja, ich war wirklich hier ;-)
interessante Architektur, aber ich habe keine Ahnung, wofür das gut sein soll...
Und was kann man auf diesem Bild besonders schön an den Laternen erkennen???
Richtig, den Smog, weil irgendwann sieht man halt keine Laternen mehr...
Da es nun schon früher Nachmittag war mussten wir langsam schon den Heimweg planen, unsere Züge gingen jeweils so gegen sechs Uhr. Also machten wir uns mit der U-Bahn auf Richtung Hostel, die anderen mussten noch ihr Gepäck holen, ich hatte meines zwar dabei, wollte aber auch noch in die Einkaufsstraßen, die es in der Nähe gab.
Hier liefen wir noch einmal durch, es gab noch Eis, und dann ging es zum Bahnhof und mit dem Zug zurück.
Ziemlich müde und erschöpft (man merkte doch irgendwie den Schlafmangel von Samstag ;-)) war ich dann gegen halb zehn wieder in Tai´an und nach dem kurzen Austausch mit den anderen Tutoren konnte ich dann auch gut schlafen.
Diese Woche laufen die Tutorien im Fach Markets, also Mikroökonomik, an. Es ist ganz angenehm, vom Stoff her ist es auch zu schaffen.
Ganz aktuell laufen schon wieder die Planungen für die „Golden Week“, die nächste Woche ist. Also frei und viel Reisen, Samstag geht es los. Was wir genau geplant haben dann in den nächsten Tagen im Blog, diesmal wird es auch keine Woche dauern, bis ich mal wieder was schreibe, versprochen…
Bis bald,
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alex_w am 20. September 11
Gestern Abend waren Anne und ich auf dem Nachtmarkt, ich brauchte noch eine Bürste zum Schuhe putzen und sie wollte nach einem Pullover gucken. Ihr seht also, eigentlich ein ganz alltägliches Vorhaben, nichts besonderes.
Am Nachtmarkt und insbesondere bei den Essenständen angekommen überkam uns aber irgendwie die clevere Idee (vielleicht waren wir ja immer noch euphorisiert vom Erfolgserlebnis, dass wir den Berg hoch und runter gelaufen waren), doch mal Käfer zu probieren. Eigentlich müsste ich ja sagen, mich überkam die Idee, Anne musste dann nur mit drunter leiden, aber wer wird denn schon so kleinlich sein ;-)
Also haben wir uns dann an einem der Stände wirklich frittierte Käfer bestellt, hier die Bilder zu diesem Event:

Noch gute Laune, wir warten auf die Bestellung...

Und die kam dann auch, die Käfer waren für uns übrigens das einzige Essen, was eklig war, das andere hatten wir schon öfter, auch wenn es hier auf dem Bild ein wenig komisch aussieht ;-)
Und dann ging es los, guten Hunger!!!


So ganz sicher war ich mir über den Geschmack dann doch nicht...

...aber hier konnte ich dann schon wieder lachen
Der Beweis, wir haben es getan...
Noch deutlicher kann man die Entwicklung übrigens bei Anne beobachten:

Kurz bevor sie zubeißt
Kurz danach, komplett begeister, oder ;-)

Und dann erleichert und froh, sie hat es probiert
Zum Geschmack kann ich übrigens nur sagen, dass es nichts besonderes ist, es schmeckt ein wenig trocken und irgendwie nach gar nichts. Der Kopf und die Beine waren ein bisschen „crispy“, aber auch recht geschmacksneutral. Also so schlimm war es gar nicht, alles reine Kopfsache.
Schöne Grüße aus dem Dschungelcamp China ;-)
Am Nachtmarkt und insbesondere bei den Essenständen angekommen überkam uns aber irgendwie die clevere Idee (vielleicht waren wir ja immer noch euphorisiert vom Erfolgserlebnis, dass wir den Berg hoch und runter gelaufen waren), doch mal Käfer zu probieren. Eigentlich müsste ich ja sagen, mich überkam die Idee, Anne musste dann nur mit drunter leiden, aber wer wird denn schon so kleinlich sein ;-)
Also haben wir uns dann an einem der Stände wirklich frittierte Käfer bestellt, hier die Bilder zu diesem Event:

Noch gute Laune, wir warten auf die Bestellung...

Und die kam dann auch, die Käfer waren für uns übrigens das einzige Essen, was eklig war, das andere hatten wir schon öfter, auch wenn es hier auf dem Bild ein wenig komisch aussieht ;-)
Und dann ging es los, guten Hunger!!!


So ganz sicher war ich mir über den Geschmack dann doch nicht...

...aber hier konnte ich dann schon wieder lachen
Der Beweis, wir haben es getan...
Noch deutlicher kann man die Entwicklung übrigens bei Anne beobachten:

Kurz bevor sie zubeißt
Kurz danach, komplett begeister, oder ;-)

Und dann erleichert und froh, sie hat es probiert
Zum Geschmack kann ich übrigens nur sagen, dass es nichts besonderes ist, es schmeckt ein wenig trocken und irgendwie nach gar nichts. Der Kopf und die Beine waren ein bisschen „crispy“, aber auch recht geschmacksneutral. Also so schlimm war es gar nicht, alles reine Kopfsache.
Schöne Grüße aus dem Dschungelcamp China ;-)
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alex_w am 18. September 11
So das dritte Wochenende unserer Zeit hier in China (Wahnsinn, wie schnell das ging…) haben wir in Tai´an verbracht und sind mal nicht verreist, das bedeutet aber nicht, dass es langweilig wurde, ganz im Gegenteil, es standen drei „Highlights“ an. Aber am besten mal einfach der Reihe nach:
Am Freitagabend sind wir mit drei Tutoren(innen) (ich glaube, ich schreibe immer nur die männliche Form, ist aber keine böse Absicht, und bislang ja auch niemanden aufgefallen, gemeint sind aber natürlich auch immer unsere Damen, aus Zeitgründen bleibe ich dennoch einfach mal bei „Tutoren“ ;-)) und einigen Studenten zum KTV gegangen. Dabei handelt es sich um Karaoke, für die jüngeren unter uns: Ist wie Singstar auf der Playstation!!!
Da die Chinesen so etwas wie Diskos oder ähnlichem eigentlich nicht kennen, ist die Karaoke-Bar für sie der Ort, an dem man abends hingehen kann. Allerdings ist es nicht wie bei uns eine Bühne, auf der einer alleine für die gesamte Bar singt. Hier gibt es viele verschiedene, kleine Räume, in die man jeweils mit seiner Gruppe rein geht. In jeden Raum können so 10-15 Personen, man ist also eher unter sich. Getränke gibt es natürlich auch, schaut mal:
(leben halt gesund, die Chinesen...)
So angeheizt konnte ja nichts mehr schief gehen ;-)
Wir haben also unsere Gesangskünste unter Beweis gestellt und bei den Chinesen merkte man, dass sie das seit ihrer Kindheit schon des Öfteren gemacht haben, bei Ihnen gab es niemanden, der wirklich gar nicht singen konnte, bei uns schon. Und dreimal dürft ihr raten wer das war…
Während sich unsere beiden Damen sehr beachtlich geschlagen haben, und Anne die Chinesen sogar zum Schweigen gebracht hat, als sie ein Liebeslied schöner ins Mikro hauchte „als der Sänger selber“ (Zitat eines Studenten), konnte ich da nicht mithalten. Meine Gesangskünste waren schnell an ihre Grenzen gelangt, trotzdem hatten alle Spaß und höflich, wie sie nunmal sind die Chinesen, behaupteten sie sogar hier, es sei doch gut gewesen. Na ja, dem war nicht wirklich so ;-)
Die Musikvideos der englischen Liedtexte waren übrigens nicht die Originale, alle Videos sahen irgendwie ähnlich aus, und es kamen immer Frauen vor, die durchaus in einem sehr alten, horizontalen Gewerbe hätten arbeiten können. Wir haben unseren Studenten dann aber gesagt, dass in Deutschland nicht alle Videos so aussehen würden, schade nur, dass das einzige Original (Shakira) dann auch wieder in eine ähnlich Richtung ging ;-)
Fazit des Abends:
- wenn es mit Anne´s Informatikerkarriere nichts mehr wird, dann wird sie einfach Sängerin
- ich bleibe bei der Bank!!!
- die Chinesen können auch ohne Alkohol viel Scheu ablegen, man muss ihnen nur ein Mikro geben
- chinesische Lieder sind alle über enttäuschte Liebe, die Chinesen stehen einfach auf diesen „Herz-Schmerz“
Hier noch mal Bilder von uns in Aktion:

es hat einen Grund, warum ich so konzentriert...
und die Mädels eher amüsiert gucken ;-)

eine der Studentinnen in Aktion
Am Samstagmorgen ging es dann weiter im Programm. Die Abschlussfeier der Bachelor-Absolventen stand an. Diese haben wir zwar nicht mehr unterrichtet, es war aber trotzdem eine sehr schöne und elegante Feier. Auch wir hatten uns schick gemacht und unsere Anzüge angezogen. Neben diversen Reden gab es auch Ehrungen, aber seht einfach selbst:

Schick machen geht also hier auch, sogar mit einheitlichen Tüchern bzw. Krawatten

auch hier kam der Spaß nicht zu kurz (diese "Victory-Zeichen" machen die Chinesen irgendwie auf jedem Foto, und wir haben das schon übernommen...)
Festlicher Anlass bedeutet eben auch hohen Besuch, die Rektoren der beiden Hochschulen hielten jeweils eine kleine Ansprache
Auch die Gratulationen liefen hier ganz geordnet ab...
...zuerst in Reih und Glied aufstellen zur Gratulation
...dann umdrehen zum Foto
Das modische Highlight des Tages möchte ich euch ebenfalls nicht vorenthalten, das Gesicht habe ich mal aus Diskretionsgründen weggelassen, ich kann euch aber versichern, dass es sich um einen männlichen Studenten handelt ;-)
Auf das große Abschlussfoto durften wir auch noch mit drauf, und zwar standen wir direkt hinter den Rektoren der Hochschulen, und somit fallen wir auch mal schön direkt auf, das Bild wird dann nachgeliefert, sobald ich einen Abzug davon bekommen habe.
Am Nachmittag überlegten wir uns dann die Pläne für den Rest des Wochenendes. Da der Wetterbericht zumindest auf trockenes Wetter hoffen ließ, und wir in der ersten drei Wochen noch nicht auf den Tai´Shan, den heiligen Berg hier in unserer Stadt und ein riesiger, inner-chinesischer Touristenmagnet, gestiegen waren, wollten wir das gerne in Angriff nehmen. Wie es sich gehört, wollten wir dann natürlich auch den Sonnenaufgang oben genießen, bei geschätzten vier Stunden Aufstiegszeit für die weit über 6.000 Stufen hieß das also mitten in der Nacht (nämlich um Mitternacht ;-)) loszulaufen. Unsere beiden Hamburger wollten lieber feiern gehen und hatten sich daher schon auf dem Weg nach Jinan gemacht.
Wir anderen drei gingen dann also (um fast genau zwölf Uhr ;-)) los und nachdem wir den, leicht versteckten, Eingang zum Aufstieg gefunden hatten ging es los. Es war ein doch sehr beschwerlicher Weg (der uns auch noch 127 Yuen (12,70 EUR) Eintritt gekostet hat, weil wir unseren Studentenausweis nicht dabei hatten, sonst wären es 62 gewesen, aber auch das fanden wir für chinesische Verhältnisse schon extrem teuer…).
hier noch alle guter Laune und voller Tatendrang zu Beginn des Aufstieges
Die vielen Stufen waren der Wahnsinn, und je weiter nach oben wir kamen, desto kälter wurde es. Zum Glück hatte uns der Reiseführer von Sonja entsprechend gewarnt und wir hatten uns im „Zwiebel-Look“ angezogen. Auf dem Weg nach oben wurden dann die Schichten aus dem Rucksack angezogen (nachher hatte ich zwei Mal Funktionsunterwäsche, einen Rolli, einen Pullover und meine Fleecejacke an). Dennoch mussten wir uns ganz oben auf dem Berg noch einen, nenne wir es mal russischen Zarenmantel leihen, der Wind war einfach zu extrem. Hier mal Impressionen vom Aufstieg (bzw. Abstieg, da war das Licht zum Fotografieren dann doch besser ;-) und dem Sonnenaufgang.)
Müde aber glücklich, außerdem seht ihr mal den kleidsamen Mantel (trotzdem ein super Schutz gegen den Wind)
Leider etwas verschwommen, aber auf dem Gipfel angekommen waren wir doch sehr kaputt (das Bild ist übrigens verwackelt, weil es zu windig war, um die Kamera ruhig zu halten, kein Witz...)

immerhin konnte man den Sonnenaufgang erahnen, und dafür die ganzen Anstrengungen (wir waren schon wieder auf dem Rückweg, aber der Aufschrei der Chinesen hat uns zur Aussichtsplattform zurück "geholt", sonst hätten wir gar nichts mitbekommen...)

Wie gesagt, sie hatten aufgepasst, deswegen durften wir die Sonne noch sehen
was für eine Landschaft
noch mehr Landschaft
alle guten Dinge sind drei
...und manchmal auch vier ;-)
Den Rückweg wollten wir dann eigentlich mit der Seilbahn absolvieren, die allerdings erst um sieben Uhr ihren Dienst aufnahm. Also warteten wir eine halbe Stunde, in der wir die verbliebenden Plätzchen, Kaffee und was sonst noch so da war verzehrten. Irgendwann wurde es dann sieben Uhr, doch die Bahn bewegte sich nicht, es wurde zehn nach sieben, und es bewegte sich immer noch nichts. Die fünf mit uns wartenden Chinesen gingen dann irgendwann weg, einer klärte uns über das Schild auf, was ausgestellt war. Es besagte wohl so viel wie, dass die Seilbahn bei zu starkem Wind nicht fährt. Ob zu starker Wind war merkte man dann einfach daran, ob die Bahn fährt oder nicht, na ja, auch eine Möglichkeit der Informationspolitik ;-)
Also hieß es auch zu Fuß den Berg wieder runter. Das war zwar nicht ganz so anstrengend wie hoch, aber trotzdem mussten wir aufpassen, wo wir hintreten, wollten ja nicht noch die Treppe runterfallen und uns alles mögliche brechen…
Irgendwie waren wir so im „Laufen“, das man einfach immer weiter ging, auch wenn die Beine doch eigentlich nicht mehr wollten und konnten.
An der Mittelstation angekommen hatten wir die Möglichkeit, einen Bus für den Rest des Weges zu nehmen, aber unser Ehrgeiz war geweckt, und wir wollten sagen, dass wir den gesamten Weg hoch auf den Tai´Shan und den gesamten Weg runter selbst gelaufen waren.
Also weitere 1,5 Stunden Treppen runter. Pausen hatten wir im Hellen Gott sei Dank immer mal wieder, weil viele Leute mit uns Fotos machen wollten, wir sind hier also doch ein beliebtes Fotomodell, hier mal Beispiele ;-)

Irgendwann waren wir dann aber wie gesagt schon wieder ganz erholt, dementsprechen entspannt (oder ist es doch Erleichterung?!) schauen wir schon wieder.
die Frisur saß wie immer perfekt (oder Anne, warum hattest du noch mal die Mütze auf ;-))
Wir dachten der Weg war anstrengend, aber was soll er dann bloß sagen???
...was für eine Schinderei, wir fanden es echt unglaublich
Das letzte Stück des Weges durch die Stadt kam uns dann vor wie ein entspannter Spaziergang, dauerte auch nur eine Viertelstunde, jetzt kannten wir ja den Weg ;-)
In unserer Wohnung sind wir dann gegen elf Uhr morgens (also elf Stunden auf den Beinen) einfach nur noch todmüde in die Betten gefallen, nach vier Stunden Schlaf ging es dann aber wieder. Nach der heißen Dusche (bis der Boiler leer war, da habe ich heute mal keinen Umweltschutz betrieben…) habe ich mich dann auch wieder halbwegs normal gefühlt. Den Blogeintrag konnte ich dann doch erst heute fertig stellen, gestern war ich nur noch zum Text gekommen, aber die Bilder wollte ich ja dann auch online stellen.
Bis demnächst, mal schauen zu welchem Thema ich dann was schreiben kann,
Am Freitagabend sind wir mit drei Tutoren(innen) (ich glaube, ich schreibe immer nur die männliche Form, ist aber keine böse Absicht, und bislang ja auch niemanden aufgefallen, gemeint sind aber natürlich auch immer unsere Damen, aus Zeitgründen bleibe ich dennoch einfach mal bei „Tutoren“ ;-)) und einigen Studenten zum KTV gegangen. Dabei handelt es sich um Karaoke, für die jüngeren unter uns: Ist wie Singstar auf der Playstation!!!
Da die Chinesen so etwas wie Diskos oder ähnlichem eigentlich nicht kennen, ist die Karaoke-Bar für sie der Ort, an dem man abends hingehen kann. Allerdings ist es nicht wie bei uns eine Bühne, auf der einer alleine für die gesamte Bar singt. Hier gibt es viele verschiedene, kleine Räume, in die man jeweils mit seiner Gruppe rein geht. In jeden Raum können so 10-15 Personen, man ist also eher unter sich. Getränke gibt es natürlich auch, schaut mal:
(leben halt gesund, die Chinesen...)
So angeheizt konnte ja nichts mehr schief gehen ;-)
Wir haben also unsere Gesangskünste unter Beweis gestellt und bei den Chinesen merkte man, dass sie das seit ihrer Kindheit schon des Öfteren gemacht haben, bei Ihnen gab es niemanden, der wirklich gar nicht singen konnte, bei uns schon. Und dreimal dürft ihr raten wer das war…
Während sich unsere beiden Damen sehr beachtlich geschlagen haben, und Anne die Chinesen sogar zum Schweigen gebracht hat, als sie ein Liebeslied schöner ins Mikro hauchte „als der Sänger selber“ (Zitat eines Studenten), konnte ich da nicht mithalten. Meine Gesangskünste waren schnell an ihre Grenzen gelangt, trotzdem hatten alle Spaß und höflich, wie sie nunmal sind die Chinesen, behaupteten sie sogar hier, es sei doch gut gewesen. Na ja, dem war nicht wirklich so ;-)
Die Musikvideos der englischen Liedtexte waren übrigens nicht die Originale, alle Videos sahen irgendwie ähnlich aus, und es kamen immer Frauen vor, die durchaus in einem sehr alten, horizontalen Gewerbe hätten arbeiten können. Wir haben unseren Studenten dann aber gesagt, dass in Deutschland nicht alle Videos so aussehen würden, schade nur, dass das einzige Original (Shakira) dann auch wieder in eine ähnlich Richtung ging ;-)
Fazit des Abends:
- wenn es mit Anne´s Informatikerkarriere nichts mehr wird, dann wird sie einfach Sängerin
- ich bleibe bei der Bank!!!
- die Chinesen können auch ohne Alkohol viel Scheu ablegen, man muss ihnen nur ein Mikro geben
- chinesische Lieder sind alle über enttäuschte Liebe, die Chinesen stehen einfach auf diesen „Herz-Schmerz“
Hier noch mal Bilder von uns in Aktion:

es hat einen Grund, warum ich so konzentriert...
und die Mädels eher amüsiert gucken ;-)

eine der Studentinnen in Aktion
Am Samstagmorgen ging es dann weiter im Programm. Die Abschlussfeier der Bachelor-Absolventen stand an. Diese haben wir zwar nicht mehr unterrichtet, es war aber trotzdem eine sehr schöne und elegante Feier. Auch wir hatten uns schick gemacht und unsere Anzüge angezogen. Neben diversen Reden gab es auch Ehrungen, aber seht einfach selbst:

Schick machen geht also hier auch, sogar mit einheitlichen Tüchern bzw. Krawatten

auch hier kam der Spaß nicht zu kurz (diese "Victory-Zeichen" machen die Chinesen irgendwie auf jedem Foto, und wir haben das schon übernommen...)
Festlicher Anlass bedeutet eben auch hohen Besuch, die Rektoren der beiden Hochschulen hielten jeweils eine kleine Ansprache
Auch die Gratulationen liefen hier ganz geordnet ab...
...zuerst in Reih und Glied aufstellen zur Gratulation
...dann umdrehen zum Foto
Das modische Highlight des Tages möchte ich euch ebenfalls nicht vorenthalten, das Gesicht habe ich mal aus Diskretionsgründen weggelassen, ich kann euch aber versichern, dass es sich um einen männlichen Studenten handelt ;-)
Auf das große Abschlussfoto durften wir auch noch mit drauf, und zwar standen wir direkt hinter den Rektoren der Hochschulen, und somit fallen wir auch mal schön direkt auf, das Bild wird dann nachgeliefert, sobald ich einen Abzug davon bekommen habe.
Am Nachmittag überlegten wir uns dann die Pläne für den Rest des Wochenendes. Da der Wetterbericht zumindest auf trockenes Wetter hoffen ließ, und wir in der ersten drei Wochen noch nicht auf den Tai´Shan, den heiligen Berg hier in unserer Stadt und ein riesiger, inner-chinesischer Touristenmagnet, gestiegen waren, wollten wir das gerne in Angriff nehmen. Wie es sich gehört, wollten wir dann natürlich auch den Sonnenaufgang oben genießen, bei geschätzten vier Stunden Aufstiegszeit für die weit über 6.000 Stufen hieß das also mitten in der Nacht (nämlich um Mitternacht ;-)) loszulaufen. Unsere beiden Hamburger wollten lieber feiern gehen und hatten sich daher schon auf dem Weg nach Jinan gemacht.
Wir anderen drei gingen dann also (um fast genau zwölf Uhr ;-)) los und nachdem wir den, leicht versteckten, Eingang zum Aufstieg gefunden hatten ging es los. Es war ein doch sehr beschwerlicher Weg (der uns auch noch 127 Yuen (12,70 EUR) Eintritt gekostet hat, weil wir unseren Studentenausweis nicht dabei hatten, sonst wären es 62 gewesen, aber auch das fanden wir für chinesische Verhältnisse schon extrem teuer…).
hier noch alle guter Laune und voller Tatendrang zu Beginn des Aufstieges
Die vielen Stufen waren der Wahnsinn, und je weiter nach oben wir kamen, desto kälter wurde es. Zum Glück hatte uns der Reiseführer von Sonja entsprechend gewarnt und wir hatten uns im „Zwiebel-Look“ angezogen. Auf dem Weg nach oben wurden dann die Schichten aus dem Rucksack angezogen (nachher hatte ich zwei Mal Funktionsunterwäsche, einen Rolli, einen Pullover und meine Fleecejacke an). Dennoch mussten wir uns ganz oben auf dem Berg noch einen, nenne wir es mal russischen Zarenmantel leihen, der Wind war einfach zu extrem. Hier mal Impressionen vom Aufstieg (bzw. Abstieg, da war das Licht zum Fotografieren dann doch besser ;-) und dem Sonnenaufgang.)
Müde aber glücklich, außerdem seht ihr mal den kleidsamen Mantel (trotzdem ein super Schutz gegen den Wind)
Leider etwas verschwommen, aber auf dem Gipfel angekommen waren wir doch sehr kaputt (das Bild ist übrigens verwackelt, weil es zu windig war, um die Kamera ruhig zu halten, kein Witz...)

immerhin konnte man den Sonnenaufgang erahnen, und dafür die ganzen Anstrengungen (wir waren schon wieder auf dem Rückweg, aber der Aufschrei der Chinesen hat uns zur Aussichtsplattform zurück "geholt", sonst hätten wir gar nichts mitbekommen...)

Wie gesagt, sie hatten aufgepasst, deswegen durften wir die Sonne noch sehen
was für eine Landschaft
noch mehr Landschaft
alle guten Dinge sind drei
...und manchmal auch vier ;-)
Den Rückweg wollten wir dann eigentlich mit der Seilbahn absolvieren, die allerdings erst um sieben Uhr ihren Dienst aufnahm. Also warteten wir eine halbe Stunde, in der wir die verbliebenden Plätzchen, Kaffee und was sonst noch so da war verzehrten. Irgendwann wurde es dann sieben Uhr, doch die Bahn bewegte sich nicht, es wurde zehn nach sieben, und es bewegte sich immer noch nichts. Die fünf mit uns wartenden Chinesen gingen dann irgendwann weg, einer klärte uns über das Schild auf, was ausgestellt war. Es besagte wohl so viel wie, dass die Seilbahn bei zu starkem Wind nicht fährt. Ob zu starker Wind war merkte man dann einfach daran, ob die Bahn fährt oder nicht, na ja, auch eine Möglichkeit der Informationspolitik ;-)
Also hieß es auch zu Fuß den Berg wieder runter. Das war zwar nicht ganz so anstrengend wie hoch, aber trotzdem mussten wir aufpassen, wo wir hintreten, wollten ja nicht noch die Treppe runterfallen und uns alles mögliche brechen…
Irgendwie waren wir so im „Laufen“, das man einfach immer weiter ging, auch wenn die Beine doch eigentlich nicht mehr wollten und konnten.
An der Mittelstation angekommen hatten wir die Möglichkeit, einen Bus für den Rest des Weges zu nehmen, aber unser Ehrgeiz war geweckt, und wir wollten sagen, dass wir den gesamten Weg hoch auf den Tai´Shan und den gesamten Weg runter selbst gelaufen waren.
Also weitere 1,5 Stunden Treppen runter. Pausen hatten wir im Hellen Gott sei Dank immer mal wieder, weil viele Leute mit uns Fotos machen wollten, wir sind hier also doch ein beliebtes Fotomodell, hier mal Beispiele ;-)

Irgendwann waren wir dann aber wie gesagt schon wieder ganz erholt, dementsprechen entspannt (oder ist es doch Erleichterung?!) schauen wir schon wieder.
die Frisur saß wie immer perfekt (oder Anne, warum hattest du noch mal die Mütze auf ;-))
Wir dachten der Weg war anstrengend, aber was soll er dann bloß sagen???
...was für eine Schinderei, wir fanden es echt unglaublich
Das letzte Stück des Weges durch die Stadt kam uns dann vor wie ein entspannter Spaziergang, dauerte auch nur eine Viertelstunde, jetzt kannten wir ja den Weg ;-)
In unserer Wohnung sind wir dann gegen elf Uhr morgens (also elf Stunden auf den Beinen) einfach nur noch todmüde in die Betten gefallen, nach vier Stunden Schlaf ging es dann aber wieder. Nach der heißen Dusche (bis der Boiler leer war, da habe ich heute mal keinen Umweltschutz betrieben…) habe ich mich dann auch wieder halbwegs normal gefühlt. Den Blogeintrag konnte ich dann doch erst heute fertig stellen, gestern war ich nur noch zum Text gekommen, aber die Bilder wollte ich ja dann auch online stellen.
Bis demnächst, mal schauen zu welchem Thema ich dann was schreiben kann,
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alex_w am 17. September 11
So, hier ein kurzes Update in Sachen Tai´Shan. Da es heute wohl trocken bleibt werden wir den Aufstieg in Angriff nehmen (zumindest drei von uns, die anderen beiden werden versuchen, eine Disko zu finden und nach den Erfahrungen aus Qingdao habe ich noch meine Zweifel, dass es eine in Tai´an gibt…)
Ganz aktuell ist es hier gerade viertel nach acht am Abend, gegen Mitternacht werden wir dann losgehen, um noch den Sonnenaufgang auf dem Berg genießen zu können, soll ein einmaliger und grandioser Anblick sein.
Den Proviant haben wir auch schon besorgt, es kann also losgehen. Ich werde mich jetzt noch ein bisschen ausruhen, die Nacht wird ja eher etwas kürzer.
Morgen dann der Bericht, auch zu unserem Erlebnis von gestern abend, wir waren mit drei Tutoren und einigen Studenten im KTV (Karaoke). Es war der Hammer, und ich habe noch mal bestätigt bekommen, dass ich nicht (!!!) singen kann. Bilder und der Bericht dann aber auch morgen.
Ganz aktuell ist es hier gerade viertel nach acht am Abend, gegen Mitternacht werden wir dann losgehen, um noch den Sonnenaufgang auf dem Berg genießen zu können, soll ein einmaliger und grandioser Anblick sein.
Den Proviant haben wir auch schon besorgt, es kann also losgehen. Ich werde mich jetzt noch ein bisschen ausruhen, die Nacht wird ja eher etwas kürzer.
Morgen dann der Bericht, auch zu unserem Erlebnis von gestern abend, wir waren mit drei Tutoren und einigen Studenten im KTV (Karaoke). Es war der Hammer, und ich habe noch mal bestätigt bekommen, dass ich nicht (!!!) singen kann. Bilder und der Bericht dann aber auch morgen.
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alex_w am 15. September 11
Nachdem der letzte Blogeintrag aufgrund seiner Länge ja etwas mehr Zeit in Anspruch genommen sind hier mal weniger Infos nur zwei Tage nach dem letzten Eintrag:
Inzwischen bin auch ich bei den Tutorien im Einsatz, und zwar im Fach Steuerlehre. Es macht Spaß, zusammen mit den Studenten die Inhalte zu wiederholen und zu versuchen, es Ihnen verständlich zu machen, was aufgrund der Sprachbarrieren nicht immer ganz so einfach ist.
Schlussendlich schafft man es aber doch eigentlich immer, gerade auch weil einige sowohl sprachlich als auch fachlich echt schon richtig gut sind. Ab und an bringen einen die Fragen dann schon mal ins Schwitzen, aber mit souveränem Auftreten löst man das dann auch (und ganz ahnungslos sind wir da ja auch nicht) ;-)
Außerdem ist die Lernatmosphäre hier doch ein wenig angenehmer als in Deutschland. Je Tutorium sind es knapp 50 Studenten, also schon eine verhältnismäßig große Anzahl an Studenten. Und durchaus eine Klassengröße, bei der in Deutschland schon mal des Öfteren Unruhe usw. herrschen würde. Das ist in China nicht der Fall, hier ist die Disziplin doch echt größer. Und wenn es mal doch lauter wird (z.B. weil man gerade etwas an die Tafel schreibt) dann reicht es, sich umzudrehen oder sich einmal zu räuspern, und schon ist wieder absolute Ruhe. Außerdem bringen die Studenten einem auch schon mal öfter Kuchen oder so mit, gerade jetzt zum Mondfest. Also meine Lehrer haben von mir nie was gekriegt ;-)
Gestern abend waren wir dann auch wieder Essen. Diesmal zusammen mit Hr. Schmitz von der FOM, von der momentan eine größere Delegation aus Deutschland hier ist, da die Abschlussfeier des siebten Semesters kurz bevor steht und momentan noch die letzten Kolloquien laufen. Es war wieder sehr lecker, wenn auch teilweise sehr scharf, nur Anne hat es gefreut…
Unser Sprachkurs hat ebenfalls heute begonnen. Wir haben eine englischsprechende Sprachlehrerin, die hier Studentin ist und es klappt einigermaßen gut. Und dass es nur einigermaßen klappt, liegt nur an uns, nicht an der Lehrerin ;-)
Mal sehen, wir schnell wir Fortschritte machen, ab jetzt versuchen wir es auf jeden Fall zwei Mal in der Woche, dann haben wir zumindest mal Grundkenntnisse, wenn wir wieder zurück sind.
Am Wochenende werden wir dann wegen der schon angesprochenen Abschlussfeier hier in Tai´an bleiben, die Zeit wollen wir dann nutzen, mal auf den Tai Shan, unseren Hausberg zu steigen. 1800 Meter, oder über 6000 Stufen (die Chinesen bauen in ihre Berge nämlich einfach immer breite Steintreppen rein), wird sicherlich anstrengend. Hoffentlich bleibt es dann mal ein paar Tage trocken, seit drei Tagen regnet es nämlich fast ununterbrochen, ist echt ätzend, gerade hier, weil dann das gesamte Leben auf den Straßen verschwindet, echt schade…
Anderes Problem ist dann auch die Wäsche, die wird aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit einfach nicht trocken, alles ist auch nach drei Tagen noch klamm. Also wenn jemand der Blogleser noch ein gutes „Hausmittelchen“ kennt, um Wäsche schnell zu trocknen, dann mal her damit (und ein Trockner zählt nicht als sinnvoller Hinweis ;-)))
So das war es schon wieder, wollte ja einen kurzen Eintrag schreiben,
Bis bald
Inzwischen bin auch ich bei den Tutorien im Einsatz, und zwar im Fach Steuerlehre. Es macht Spaß, zusammen mit den Studenten die Inhalte zu wiederholen und zu versuchen, es Ihnen verständlich zu machen, was aufgrund der Sprachbarrieren nicht immer ganz so einfach ist.
Schlussendlich schafft man es aber doch eigentlich immer, gerade auch weil einige sowohl sprachlich als auch fachlich echt schon richtig gut sind. Ab und an bringen einen die Fragen dann schon mal ins Schwitzen, aber mit souveränem Auftreten löst man das dann auch (und ganz ahnungslos sind wir da ja auch nicht) ;-)
Außerdem ist die Lernatmosphäre hier doch ein wenig angenehmer als in Deutschland. Je Tutorium sind es knapp 50 Studenten, also schon eine verhältnismäßig große Anzahl an Studenten. Und durchaus eine Klassengröße, bei der in Deutschland schon mal des Öfteren Unruhe usw. herrschen würde. Das ist in China nicht der Fall, hier ist die Disziplin doch echt größer. Und wenn es mal doch lauter wird (z.B. weil man gerade etwas an die Tafel schreibt) dann reicht es, sich umzudrehen oder sich einmal zu räuspern, und schon ist wieder absolute Ruhe. Außerdem bringen die Studenten einem auch schon mal öfter Kuchen oder so mit, gerade jetzt zum Mondfest. Also meine Lehrer haben von mir nie was gekriegt ;-)
Gestern abend waren wir dann auch wieder Essen. Diesmal zusammen mit Hr. Schmitz von der FOM, von der momentan eine größere Delegation aus Deutschland hier ist, da die Abschlussfeier des siebten Semesters kurz bevor steht und momentan noch die letzten Kolloquien laufen. Es war wieder sehr lecker, wenn auch teilweise sehr scharf, nur Anne hat es gefreut…
Unser Sprachkurs hat ebenfalls heute begonnen. Wir haben eine englischsprechende Sprachlehrerin, die hier Studentin ist und es klappt einigermaßen gut. Und dass es nur einigermaßen klappt, liegt nur an uns, nicht an der Lehrerin ;-)
Mal sehen, wir schnell wir Fortschritte machen, ab jetzt versuchen wir es auf jeden Fall zwei Mal in der Woche, dann haben wir zumindest mal Grundkenntnisse, wenn wir wieder zurück sind.
Am Wochenende werden wir dann wegen der schon angesprochenen Abschlussfeier hier in Tai´an bleiben, die Zeit wollen wir dann nutzen, mal auf den Tai Shan, unseren Hausberg zu steigen. 1800 Meter, oder über 6000 Stufen (die Chinesen bauen in ihre Berge nämlich einfach immer breite Steintreppen rein), wird sicherlich anstrengend. Hoffentlich bleibt es dann mal ein paar Tage trocken, seit drei Tagen regnet es nämlich fast ununterbrochen, ist echt ätzend, gerade hier, weil dann das gesamte Leben auf den Straßen verschwindet, echt schade…
Anderes Problem ist dann auch die Wäsche, die wird aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit einfach nicht trocken, alles ist auch nach drei Tagen noch klamm. Also wenn jemand der Blogleser noch ein gutes „Hausmittelchen“ kennt, um Wäsche schnell zu trocknen, dann mal her damit (und ein Trockner zählt nicht als sinnvoller Hinweis ;-)))
So das war es schon wieder, wollte ja einen kurzen Eintrag schreiben,
Bis bald
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